Schwarz-Gelb-Schwäche geheilt
von Günther Jakobsen
Nachdem Rekordmeister Bayern München in den vergangenen sechs Pflichtspielen gegen Borussia Dortmund sieglos geblieben war, freute sich der Rekordmeister umso mehr über den 1:0-Sieg gegen die Schwarz-Gelben im Viertelfinale des DFB-Pokals. Selbst als der Titelverteidiger in der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel hatte, besaßen die Bayern die besseren Möglichkeiten.
Der Tag des Pokal-Viertelfinales hatte für den Cupverteidiger Borussia Dortmund bereits schlecht begonnen: Innenverteidiger Hummels fiel mit einer Grippe noch kurzfristig für das Gigantentreffen aus. Schon länger, und zwar seit dem Achtelfinale beim FC Augsburg (2:0), wussten die Münchner, dass sie in der Runde der letzten acht auf ihren derzeit wohl wichtigsten Spieler Ribery (Rotsperre) verzichten müssen. Trotzdem war den Bayern in der ersten Halbzeit von der ersten Minute an der unbedingte Siegeswille anzumerken. Wie energisch sich der aktuelle Bundesliga-Tabellenführer alleine in den Zweikämpfen präsentierte. Die Dortmunder agierten wie bereits die letzten Male in München. Im Mittelfeld versuchten sie die Räume für den Rekordmeister zuzustellen und lauerten auf gegnerische Ballverluste für ihr schnelles Umschaltspiel. Aber diesen Gefallen wollten die Bayern den Westfalen nicht tun. Die ballsicheren Münchner hatten schon nach einer Viertelstunde zwei gute Möglichkeiten auf ihrer Habenseite. Ribery-Vertreter Robben scheiterte mit seinem Schuss an BVB-Schlussmann Weidenfeller (8.). Nach einer knappen Viertelstunde landete eine verunglückte Abwehraktion des Hummels-Vertreters Santana über Weidenfeller bei Kroos, der jedoch frei vor dem gegnerischen Tor keinen gezielten Schuss abgeben konnte (14.). Mitte der ersten Halbzeit agierten beide Mannschaften wegen des Respekts vor der Stärke des Gegners abwartend. Doch dann verschärften die Hausherren gegen Ende des Abschnitts noch einmal das Tempo, und schon wackelte die Dortmunder Hintermannschaft. Dabei wirkte vor allem das frühe Pressing der Bajuwaren, was ansonsten eine Königsdisziplin ihres Gegners war. An Javi Martinez´ Direktabnahme kam Weidenfeller erst im Nachfassen heran (36.). Robben setzte seinen Schuss übers Tor (40.). Kurz vor dem Pausenpfiff erkämpfte sich Lahm im gegnerischen Strafraum den Ball von Schmelzer und legte zurück auf Robben. Der Niederländer schlenzte die Kugel aus knapp zwanzig Metern unter die Latte zur verdienten Führung (43.).
Gerade einmal zehn Sekunden nach dem Wiederbeginn ließ Müller das mögliche 2:0 liegen. Der Torschützenkönig der vergangenen Weltmeisterschaft suchte vergeblich das Zuspiel auf Mandzukic, anstatt selbst abzuschließen. Die zweite Halbzeit gehörte danach aber eher den Dortmundern. Die Borussen wagten sich nun deutlich mehr nach vorne und störten die Platzelf aggressiver sowie früher in deren eigener Hälfte. Die erste nennenswerte Chance der Gäste entstand bezeichnenderweise nach einer Balleroberung tief in der gegnerischen Hälfte. Gündogans Versuch aus der zweiten Reihe wurde eine sichere Beute in den Händen des Münchner Schlussmannes Neuer (53.). Wenige Zeigerumdrehungen später verfehlte ein Schuss von Reus lediglich um Zentimeter den linken Pfosten (58.). Doch der FC Bayern anno Frühjahr 2013 bekam ansonsten bei den Dortmunder Hereingaben und Pässen immer wieder ein Abwehrbein dazwischen. Erst in der Nachspielzeit kam nach einer Piszczek-Flanke ein Borusse zum Abschluss. Allerdings flog Schiebers Kopfball über die Querlatte. Und die Gastgeber hätten zwischenzeitlich bei ihren Kontern schon mehrmals für die Vorentscheidung sorgen müssen. Kroos (59., 60.), Javi Martinez (71.) und Mandzukic (87.) zogen gegen Weidenfeller den Kürzeren. Jeweils nach einer Ecke strich der Kopfball von van Buyten über den Querbalken (72.) und scheiterte sein brasilianischer Innenverteidiger-Kollege Dante erst an dem auf der Linie stehenden Götze und dann an Weidenfeller (80.). Die Bajuwaren hatten im Abschluss Pech, dafür Glück, dass Javi Martinez nach seinem rüden Einsteigen gegen Lewandowski mit der Gelben Karte davongekommen war (63.).
Senthuran Sivananda
Der Tag des Pokal-Viertelfinales hatte für den Cupverteidiger Borussia Dortmund bereits schlecht begonnen: Innenverteidiger Hummels fiel mit einer Grippe noch kurzfristig für das Gigantentreffen aus. Schon länger, und zwar seit dem Achtelfinale beim FC Augsburg (2:0), wussten die Münchner, dass sie in der Runde der letzten acht auf ihren derzeit wohl wichtigsten Spieler Ribery (Rotsperre) verzichten müssen. Trotzdem war den Bayern in der ersten Halbzeit von der ersten Minute an der unbedingte Siegeswille anzumerken. Wie energisch sich der aktuelle Bundesliga-Tabellenführer alleine in den Zweikämpfen präsentierte. Die Dortmunder agierten wie bereits die letzten Male in München. Im Mittelfeld versuchten sie die Räume für den Rekordmeister zuzustellen und lauerten auf gegnerische Ballverluste für ihr schnelles Umschaltspiel. Aber diesen Gefallen wollten die Bayern den Westfalen nicht tun. Die ballsicheren Münchner hatten schon nach einer Viertelstunde zwei gute Möglichkeiten auf ihrer Habenseite. Ribery-Vertreter Robben scheiterte mit seinem Schuss an BVB-Schlussmann Weidenfeller (8.). Nach einer knappen Viertelstunde landete eine verunglückte Abwehraktion des Hummels-Vertreters Santana über Weidenfeller bei Kroos, der jedoch frei vor dem gegnerischen Tor keinen gezielten Schuss abgeben konnte (14.). Mitte der ersten Halbzeit agierten beide Mannschaften wegen des Respekts vor der Stärke des Gegners abwartend. Doch dann verschärften die Hausherren gegen Ende des Abschnitts noch einmal das Tempo, und schon wackelte die Dortmunder Hintermannschaft. Dabei wirkte vor allem das frühe Pressing der Bajuwaren, was ansonsten eine Königsdisziplin ihres Gegners war. An Javi Martinez´ Direktabnahme kam Weidenfeller erst im Nachfassen heran (36.). Robben setzte seinen Schuss übers Tor (40.). Kurz vor dem Pausenpfiff erkämpfte sich Lahm im gegnerischen Strafraum den Ball von Schmelzer und legte zurück auf Robben. Der Niederländer schlenzte die Kugel aus knapp zwanzig Metern unter die Latte zur verdienten Führung (43.).
Gerade einmal zehn Sekunden nach dem Wiederbeginn ließ Müller das mögliche 2:0 liegen. Der Torschützenkönig der vergangenen Weltmeisterschaft suchte vergeblich das Zuspiel auf Mandzukic, anstatt selbst abzuschließen. Die zweite Halbzeit gehörte danach aber eher den Dortmundern. Die Borussen wagten sich nun deutlich mehr nach vorne und störten die Platzelf aggressiver sowie früher in deren eigener Hälfte. Die erste nennenswerte Chance der Gäste entstand bezeichnenderweise nach einer Balleroberung tief in der gegnerischen Hälfte. Gündogans Versuch aus der zweiten Reihe wurde eine sichere Beute in den Händen des Münchner Schlussmannes Neuer (53.). Wenige Zeigerumdrehungen später verfehlte ein Schuss von Reus lediglich um Zentimeter den linken Pfosten (58.). Doch der FC Bayern anno Frühjahr 2013 bekam ansonsten bei den Dortmunder Hereingaben und Pässen immer wieder ein Abwehrbein dazwischen. Erst in der Nachspielzeit kam nach einer Piszczek-Flanke ein Borusse zum Abschluss. Allerdings flog Schiebers Kopfball über die Querlatte. Und die Gastgeber hätten zwischenzeitlich bei ihren Kontern schon mehrmals für die Vorentscheidung sorgen müssen. Kroos (59., 60.), Javi Martinez (71.) und Mandzukic (87.) zogen gegen Weidenfeller den Kürzeren. Jeweils nach einer Ecke strich der Kopfball von van Buyten über den Querbalken (72.) und scheiterte sein brasilianischer Innenverteidiger-Kollege Dante erst an dem auf der Linie stehenden Götze und dann an Weidenfeller (80.). Die Bajuwaren hatten im Abschluss Pech, dafür Glück, dass Javi Martinez nach seinem rüden Einsteigen gegen Lewandowski mit der Gelben Karte davongekommen war (63.).