Bundesliga

Tag der Überraschungen

Während sich der FC Bayern am Freitagabend recht souverän in Gladbach mit 2:0 behauptet hatte, mussten am Samstag Leverkusen in Freiburg (2:3) und Dortmund gegen Augsburg (2:2) Punkte lassen. Nürnberg siegte derweil erstmals in dieser Saison (4:0 gegen Hoffenheim), Stuttgart unterlag gegen Mainz mit 1:2 und nicht weniger überraschend Wolfsburg den bislang auswärts sieglosen Hannoveranern mit 1:3. In einem höhepunktarmen Spiel rang Frankfurt im Abendspiel die Berliner Hertha mit 1:0 nieder und feierte den ersten Heimsieg dieser Spielzeit.

Die Zuschauer sahen im Mage-Solar-Stadion eine packende Partie zwischen dem Drittletzten SC Freiburg und dem Zweiten Bayer 04 Leverkusen. Zweimal ging der Favorit durch Lars Bender (5.) und Rolfes (36.) in Front, doch die Breisgauer glichen nicht nur durch Mehmedi (27.) und Schmid (53.) aus, sondern siegten am Ende durch den entscheidenden Kontertreffer von Joker Klaus (90.), der die lange Serie Freiburger Pleiten gegen die Werkself beendete.

Auch Borussia Dortmund führte zweimal gegen den FC Augsburg durch Sven Bender (5.) und Sahin (66.), doch die Gäste glichen durch ein Eigentor Benders (56.) sowie eines Treffers des künftigen Borussen Ji, der in der Rückserie noch in Augsburg "geparkt" ist und gerade einmal zwei Minuten auf dem Platz war, aus (72.). Wieder einmal konnte der BVB sein großes Chancenplus nicht in einen Heimsieg ummünzen.
Nach den letzten Leistungen vor der Winterpause ging der VfL Wolfsburg vor eigenem Publikum als klarer Favorit in das Nord-Derby gegen die auswärts punktelosen Recken von Hannover 96. Am Ende des Spiels stand allerdings ein 3:1-Erfolg der Gäste in der Statistik. Neuzugang Rudnevs hatte die Gäste per Konter in Führung gebracht (28.), Olic aber kurz danach ausgeglichen (35.). Zwei Treffer von 96-Youngster Bittencourt (50., 72.) besiegelten jedoch das Ende der grausamen Serie der 96er, die ihrem neuen Coach Korkut damit einen optimalen Bundesligaeinstand bereiteten.

Angesichts des schwierigen Programms in der kommenden Woche gegen den FCB und Leverkusen wollte der VfB Stuttgart gegen den 1. FSV Mainz 05 natürlich unbedingt punkten. Die Schwaben gingen durch Abdellaoue (11.) zwar auch standesgemäß in Führung, doch Okazaki (40.) und der eingewechselte Saller (87.) drehten die Partie zugunsten der sich steigernden Gäste, die einmal mehr vor allem in der Defensive überzeugten.

Nicht ein einziges Heimspiel hatte der 1. FC Nürnberg in der Hinserie gewonnen. Zum Auftakt der Rückrunde kam mit 1899 Hoffenheim allerdings ein Gegner an die Noris, der dem Club das Toreschießen an diesem Tag nicht sonderlich schwer machte. Die Hausherren lagen zur Halbzeit durch zwei eher glückliche Tore von Chandler (23.) und Drmic (41.) zwar verdient vorne, doch erst das 3:0 durch Ginczek (49.) brachte mehr Ruhe ins Spiel des Vorletzten. Hoffenheim verpasste danach trotz guter Möglichkeiten den Anschlusstreffer, musste am Ende auch noch das 0:4 durch Drmic (70.) schlucken und blieb die Elf mit den meisten Gegentreffern in der Liga.

Am Freitagabend hatte sich der FC Bayern München mit 2:0 bei Verfolger Borussia Mönchengladbach durchgesetzt. Die Gastgeber verzeichneten zwar zwei Alutreffer durch Kruse und Herrmann, doch mit Götzes 1:0 (7.) und einem verwandelten Handelfmeter von Thomas Müller (53.) entführten die souverän agierenden Gäste den Dreier unspektakulär, aber effektiv.