EM-Qualifikation

Weichenstellung in Gruppe D

Die Spiele 7 und 8 in der EM-Quali will die deutsche Nationalelf dazu nutzen, ihrer Favoritenstellung in der Gruppe D gerecht zu werden. Irland hofft darauf, noch zumindest um Platz drei mitzuspielen.

Den suboptimalen Qualifikationsstart in der Gruppe D mit der Niederlage in Polen (0:2) sowie dem Remis gegen Irland (1:1) hat die DFB-Elf mit Siegen aus den nachfolgenden Spielen kompensiert und den zweiten Platz erobert, der die direkte EM-Qualifikation bringen würde. In den anstehenden Rückspielen gegen Polen (14 Punkte) und in Schottland (11) kann Joachim Löws Team (13) eine Vorentscheidung erzwingen, denn beide Gegner sind Konkurrenten um die beiden sicheren ersten Startplätze.
"Wir wollen gewinnen. Unser Ziel ist ein Sieg", hält Polens Coach Adam Nawalka dagegen. Nach einem weiteren Sieg gegen den Weltmeister würden die Osteuropäer das EM-Ticket fast schon in Händen halten. "Sie zeigen Freude am Spiel. Das wird für uns mit Sicherheit kein Selbstläufer", sieht sich Löw allerdings gewappnet für das Duell mit einem selbstbewussten Gegner am Freitagabend. Auf den erneuten kurzfristigen Ausfall von Reus (Zehen-Anbruch) wurde nicht mit der Nachnominierung eines anderen Akteurs reagiert. Götze garantierte Löw einen Platz in der Startelf: "Er wird beginnen."

Neben Polen, Deutschland und Schottland hat auch noch Irlands Auswahl (9 Punkte) Chancen auf die EM-Teilnahme. Die von Martin O´Neill gecoachten "Boys in Green" gastieren zunächst in Gibraltar und spielen dann am Montag gegen Georgien. Beide Gegner wurden in den Hinspielen geschlagen - es ist also damit zu rechnen, dass der Vierkampf um die vorderen Ränge, inklusive des Play-off-Platzes 3, auch nach den beiden nächsten Runden erhalten bleibt. Irlands Kapitän Robby Keane warnte allerdings davor, Gibraltar zu unterschätzen: "Du musst in jedes Spiel mit Respekt hinein gehen."