Bundesliga

Weinzierl will keine "leeren Hände"

Die beiden Heimspiele gewonnen, die drei Auswärtspartien verloren: Mönchengladbach steht gegen Aufsteiger Braunschweig am Freitagabend in der Pflicht, seine Sieg-Niederlage-Bilanz auszugleichen. „Braunschweig verteidigt gut, kämpft und läuft sehr viel“, erwartet Lucien Favre eine defensive Gästeelf, gegen die Geduld gefragt ist.

In Hannover geht es darum, wer sich - falls ein Dreier herausspringt - im oberen Tabellenabschnitt etabliert: Die 96er, für die Huszti nach abgesessener Sperre wieder auflaufen darf oder die Augsburger, die zuletzt drei Siege in Serie feierten. Nach Punkten stehen die Kontrahenten auf demselben Niveau (9 Zähler). FCA-Coach Markus Weinzierl kennt die Heimstärke Hannovers, will aber „… nicht mit leeren Händen nach Hause fahren“. Hoffenheim (8 Punkte) spekuliert ebenfalls darauf, auswärts, beim Gastspiel in Wolfsburg, etwas mitzunehmen. „Wir müssen als Mannschaft funktionieren - alle elf. Da darf keiner links oder rechts ausscheren“, fordert Markus Gisdol diesbezüglich volle Konzentration seiner Schützlinge ein. Sein VfL-Pendant Dieter Hecking wollte sich noch nicht konkret zur Taktik, wohl aber zur Aufstellung äußern: „Ich spiele durchaus mit dem Gedanken, der Mannschaft, die gegen Leverkusen auf dem Platz stand, die Chance zu geben, es besser zu machen“. Den gesperrten Gustavo nahm Hecking dabei natürlich aus.

Auf die drei Erstplatzierten warten am Samstag Auswärtstermine. Der BVB, noch mit Sorgen in der Innenverteidigung (Hummels, Subotic, Sokratis angeschlagen), reist nach Nürnberg; der FC Bayern ist zu Gast auf Schalke, wo das Bruder-Duell Kevin-Prince vs. Jerome Boateng eine gewisse Art der Familienzusammenführung mit sich bringt, und Leverkusen stellt sich beim FSV Mainz ein. Das traditionsreiche hanseatische Duell zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen trifft beide Klubs in einer schwierigen Situation: Rothosen und Grünweiße ringen gleichermaßen darum, Stabilität in die Formation zu bringen. Bei den Hamburgern soll Rodolfo Cardoso - der für beide Klubs einst die Stiefel schnürte - das Trainerzepter schwingen, bis ein neuer Chefcoach gefunden wurde.
Die Europa League-Teilnehmer Freiburg und Frankfurt sind am Sonntag gefordert. Der SC empfängt die Herthaner, bei denen Langkamp nach Auskurieren eines Muskelfaserrisses wieder zur Verfügung steht. Die Eintracht, frisch euphorisiert durch den EL-Erfolg gegen Liberec, reist zum VfB Stuttgart, der unfreiwillig - man hatte die Europa League durch das verlorene Duell gegen Rijeka verpasst - etwas mehr Zeit zur Vorbereitung auf dieses Bundesligaspiel hatte.