Bundesliga

Werder fällt immer tiefer

Auch gegen Augsburg musste Werder Bremen passen, rutschte dem Keller nach dem Heim-0:1 näher. Zudem holten Greuther Fürth beim HSV und Freiburg in Nürnberg jeweils ein 1:1-Remis, während Schalke überraschend in Wolfsburg mit 4:1 brillierte und Dortmund gegen zahme Hannoveraner ein sicheres 3:1 einfuhr.

Einen ganz grausamen Nachmittag erlebten die Fans von Werder Bremen. Gegen den Abstiegskandidaten FC Augsburg gelang überhaupt nichts, zudem musste die Schaaf-Elf in der 29. Minute das 0:1 durch Werners Kopfball schlucken. Vor allem in der Offensive lief bei den Hanseaten erschreckend wenig zusammen, sodass der abwehrstarke FCA nicht einmal unverdient gewann.

Auch dem Hamburger SV wollte kaum etwas gelingen. Die SpVgg Greuther Fürth ging sogar durch Djurdjic in Front (14.), doch Beister glich sieben Minuten später aus. War der HSV vor der Pause noch klar dominierend, spielte das Schlusslicht nach dem Seitenwechsel auf Augenhöhe, beide Teams aber nicht mehr auf Bundesliganiveau.
Ein völlig absurder Handelfmeter, den Simons nach 33 Minuten für den 1. FC Nürnberg verwandelte, schockte den SC Freiburg doch mehr als erwartet. Die zuletzt so starken Schwarzwälder rannten diesem Gegentor lange hinterher, erzielten das 1:1 aber doch noch in der 83. Minute durch Schmid im Nachschuss. Das Remis ging am Ende in Ordnung.

Julian Draxler, gerade einmal 19 Jahre alt, war der herausragende Akteur beim Match zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04. Der junge Nationalspieler traf erstmals in der 33. Minute, dann glich Olic für die Wölfe aus (50.). Draxler nahm auch das 2:1 für Königsblau in die eigene Hand (63.) und legte zur Vorentscheidung für Farfan zum 3:1 (79.) auf. Den Schlusspunkt setzte Huntelaar (86.), so dass der Erfolg für die Gäste dann aber doch ein bisschen zu hoch ausfiel.

Robert Lewandowskis Sperre war von drei auf zwei Partien gekürzt worden. So durfte er für Borussia Dortmund gegen Hannover 96 wieder eingesetzt werden und erzielte prompt die ersten beiden Treffer des Meisters (8., 21.). Die auswärts einmal mehr enttäuschenden Niedersachsen kamen zwar noch vor der Pause durch Abdellaoue (40.) auf 1:2 heran, doch spätestens das erste Bundesligator von Schieber für den BVB (72.) ließ keine Zweifel mehr aufkommen, wer als Sieger vom Platz gehen würde.