Bundesliga

Werder wieder heimstark

Dortmund und Leverkusen starteten mit angezogener Handbremse in die Rückrunde, was im direkten Vergleich zu einer Nullnummer führte. Werder Bremen bezwang und überflügelte die Hertha, während Augsburg dank des 3:1-Erfolges gegen Hoffenheim ein ernst zunehmender Faktor im oberen Tabellendrittel blieb.

Kein Tor, kein Sieg, keine Verbesserung in der Tabelle: Trotzdem gaben sich Roger Schmidt und Jürgen Klopp nach außen zufrieden mit den Eindrücken, die sie vom Samstagsspätspiel gewannen. Tatsächlich konnte man das torlose Remis als gerechtes Resultat werten; von fußballerischem Glanz fehlte indes jede Spur. "Ich kann nicht Abstiegskampf predigen und Champagner-Fußball fordern", erklärte Klopp das Dilemma der Schwarzgelben, denen ein Punkt in Leverkusen zunächst einmal genügte, wenngleich man aufgrund der anderen Resultate nun sogar ans Tabellenende rutschte. Bayer büßte drei Plätze ein und fiel auf Rang sechs zurück. Zweimal hatte Castro in der chancenarmen Partie die Möglichkeit zu treffen: In der 76. Minute verfehlte er den BVB-Kasten nur knapp, während ausgangs der ersten Halbzeit eine sehenswerte Kopfball-Aktion von Hummels Endstation eines guten Abschlusses war (39.).

Die Rückkehr des längere Zeit verletzten Di Santo zahlte sich für Werder Bremen im Spiel gegen die Hertha aus: "So ein effektiver Spieler wie Franco di Santo hat uns in den letzten Spielen der Hinrunde gefehlt", bestätigte Viktor Skripnik die Bedeutung des Argentiniers. Mit zwei feinen Treffern (43./69.) entschied er die Begegnung verdientermaßen für die Gastgeber, die auf Rang zwölf hochrückten, was allerdings anhand der engen Tabellensituation noch kein echter Befreiungsschlag war. Berlin enttäuschte. Als es darauf ankam, das Spiel in die Hand zu nehmen, fehlten die Ideen. Das Match FC Augsburg vs. 1899 Hoffenheim war zunächst ebenfalls von überschaubarem Unterhaltungswert, bis ein Doppelschlag der Gastgeber die Bremsen lockerte. Altintops Kopfballtreffer (39.) wurde gefolgt von Werners Freistoßtor - das wohl eigentlich als Flanke in den Sechzehner gedacht war (42.). Da Hoffenheim aber noch vor dem Pausenpfiff den Anschluss herstellte - Firmino verlängerte Schweglers Freistoßflanke per Kopf ins lange Eck (45.) - blieb die Angelegenheit spannend. Und das bis zum Schluss, da Hoffenheim aufmachte, ohne allerdings Augsburgs gute Defensive zu überwinden. Ein FCA-Konter in der Nachspielzeit, durch Bobadilla energisch zum 3:1 abgeschlossen, stellte den Sieg des nunmehr auf Rang fünf verbesserten FCA sicher. "Der Blick auf die Tabelle ist sensationell", fand Markus Weinzierl.