Bundesliga

Winterdämmerung im Norden

Nachdem sich Bremen und Braunschweig in einem grausam schlechten Kick ohne Tore getrennt hatten, legte auch der Hamburger SV gegen keineswegs überragende Schalker beim Heim-0:3 einen ganz schwachen Auftritt im zweiten Sonntagsspiel hin und rutschte tiefer in die Abstiegszone.

Zu einem Fehlpassfestival trafen sich am Sonntagnachmittag die beiden Nordvereine Werder Bremen und Eintracht Braunschweig. Zwar gelang den Hanseaten nach der Pause durch Bargfrede ein Pfostenschuss. Auch hätte ein vermeintliches Abseitstor von Elias eigentlich gewertet werden müssen, doch selbst diese beiden Aktionen machten das Ansehen der Partie nur schwer erträglich. Natürlich waren beide Teams in ihren aktuellen Situationen darauf bedacht, wenig gegnerische Chancen zuzulassen, doch zumindest für die Hausherren war der seelenlose Auftritt ein fußballerisches Armutszeugnis. Das Schlusslicht aus Braunschweig durfte sich zumindest über den Auswärtspunkt gefreut haben. Das Tabellenende dürfte das Lieberknecht-Team auch künftig mit ähnlichen wie in Bremen gezeigten Leistungen in nächster Zeit allerdings kaum verlassen.

Als dritter am Sonntag angetretener Nordverein bot auch der Hamburger SV daheim gegen den FC Schalke 04 eine sehr dürftige Leistung. Bereits im ersten Durchgang wirkten die Gäste wacher und risikobereiter. Verdient ging S04 durch einen Kopfball vom wieder genesenen Huntelaar nach 34 Minuten in Führung. Das Spiel wurde nach der Pause durch einen Doppelpack von Farfan (53.) und Max Meyer (56.) vorzeitig entschieden. Bei beiden Treffern hatte die HSV-Deckung fatal gepatzt. Nach dem 3:0 für die Gäste gelang dem HSV durch Badelj noch ein Pfostenschuss (79.), während sich die Königsblauen mit einigen Halbchancen zufrieden gaben. Am Sieg der Keller-Elf war nicht mehr zu rütteln.