Zwei Gesichter - Insolvenz vs. Zuschauerrekord
von Günther Jakobsen
In den fünf Regionalligen dominieren vor der Rückrunde einige Traditionsmannschaften sowie Reserveteams von Bundesligisten. Wacker Nordhausen und die ehemals höherklassigen Kickers aus Würzburg, spielen ebenfalls eine gute Rolle. Bis zum Abpfiff der Saison können allerdings noch einige Teams aus der zweiten Reihe an die Spitze stoßen, so dass es nahezu durchweg spannend in der unter großem Kostendruck stehenden 4. Spielklasse bleibt.
In der Regionalliga Nord legte die U23 des HSV einen beeindruckenden Marsch hin. Am 18. Spieltag unterlag dann erstmals auch die Ex-Zinnbauer-Truppe mit 1:4 bei Eintracht Norderstedt. Die letzten Spiele vor der Winterpause verlor der Hamburger SV II ebenso, jedoch grüßt man noch immer mit einem Sieben-Punkte-Polster von der Tabellenspitze auf Erstverfolger Werder Bremen II. Der Liganeuling FT Braunschweig konnte sich in der Herbstserie nicht etablieren, mit nur neun Punkten und bereits 55 Gegentoren belegt das Team abgeschlagen das Tabellenende. Negatives Highlight war die 0:10-Niederlage gegen den Spitzenreiter der Liga.
Die Regionalliga Nord/Ost verkündete den ersten Absteiger: Gegen den VFC Plauen wurde zu Beginn des Jahres ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Offiziellen des NOFV verkündeten den sofortigen Ausschluss des Vereins vom Spieltrieb und der Annullierung der bisherigen Spiele. Mit Wacker 90 Nordhausen (30 Punkte; 28:17 Tore), FSV Zwickau (29; 21:8) und dem 1. FC Magdeburg (28; 29:17) entwickelte sich ein enger Dreikampf um den Platz an der Sonne. Der Meister aus dem Vorjahr, die TSG Neustrelitz, kam überhaupt nicht in die Saison und fand sich schnell im Abstiegskampf wieder. Mit zuletzt drei Unentschieden und einem Sieg vor der Winterpause konnte man sich etwas stabilisieren.
Die beiden Traditionsvereine, Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen, führten nicht nur die Tabelle der Regionalliga West im Gleichschritt mit 38 Punkte aus 19 Spielen an, sondern werden wohl beim Aufeinandertreffen am 7. Februar auch für einen bundesweiten Zuschauerrekord (mutmaßlich 30.000 Zuschauer) in der viertklassigen Regionalliga erreichen. Abgesehen vom erstmaligen Aufstieg und einem guten Polster von sechs Punkten auf die Abstiegszone, setzte der SV Rödinghausen einen weiteren Höhepunkt und fertigte den SC Wiedenbrück mit 7:1 ab.
In der letzten Saison war Kickers Offenbach bedeutungsloses Mittelmaß, dieses Jahr führen sie souverän die Regionalliga Südwest an. Mit 49 Punkten, nur einen weniger als in der vergangen kompletten Spielzeit, überzeugte der OFC bisher auf ganzer Linie. Die Absteiger aus der 3. Liga, 1. FC Saarbrücken und der SV Elversberg, duellierten sich um den zweiten Relegationsplatz, hinter den Offenbachern. Dagegen kämpft der SC Freiburg II in der Gegenwart um mehr als nur ums Mittelmaß. Platz acht ist der aktuelle Standort. In der vergangen Spielzeit war man am Ende schließlich Tabellenzweiter. Aufsteiger Astoria Walldorf übertraf die Erwartungen und positionierte sich auf einen sehr guten sechsten Rang.
Die Regionalliga Bayern wurde, bis zur etwas zu langen Pause, unangefochten von den Kickers Würzburg (51 Punkte) angeführt. Die zwei Verfolger aus München, TSV 1860 München (48) und Bayern II (44), folgten auf den Plätzen. Der kleine Bruder des Bundesligaprimus scheiterte im vergangen Jahr knapp an Fortuna Köln im Relegationsspiel für die 3. Liga. Der Aufsteiger SpVgg Bayreuth stellte sich auf Platz sieben mehr als gut dar. Derweil muss Drittligaabsteiger Wacker Burghausen alles daran setzen, nicht durchgereicht zu werden.
Christopher Schiwek
In der Regionalliga Nord legte die U23 des HSV einen beeindruckenden Marsch hin. Am 18. Spieltag unterlag dann erstmals auch die Ex-Zinnbauer-Truppe mit 1:4 bei Eintracht Norderstedt. Die letzten Spiele vor der Winterpause verlor der Hamburger SV II ebenso, jedoch grüßt man noch immer mit einem Sieben-Punkte-Polster von der Tabellenspitze auf Erstverfolger Werder Bremen II. Der Liganeuling FT Braunschweig konnte sich in der Herbstserie nicht etablieren, mit nur neun Punkten und bereits 55 Gegentoren belegt das Team abgeschlagen das Tabellenende. Negatives Highlight war die 0:10-Niederlage gegen den Spitzenreiter der Liga.
Die Regionalliga Nord/Ost verkündete den ersten Absteiger: Gegen den VFC Plauen wurde zu Beginn des Jahres ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Offiziellen des NOFV verkündeten den sofortigen Ausschluss des Vereins vom Spieltrieb und der Annullierung der bisherigen Spiele. Mit Wacker 90 Nordhausen (30 Punkte; 28:17 Tore), FSV Zwickau (29; 21:8) und dem 1. FC Magdeburg (28; 29:17) entwickelte sich ein enger Dreikampf um den Platz an der Sonne. Der Meister aus dem Vorjahr, die TSG Neustrelitz, kam überhaupt nicht in die Saison und fand sich schnell im Abstiegskampf wieder. Mit zuletzt drei Unentschieden und einem Sieg vor der Winterpause konnte man sich etwas stabilisieren.
Die beiden Traditionsvereine, Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen, führten nicht nur die Tabelle der Regionalliga West im Gleichschritt mit 38 Punkte aus 19 Spielen an, sondern werden wohl beim Aufeinandertreffen am 7. Februar auch für einen bundesweiten Zuschauerrekord (mutmaßlich 30.000 Zuschauer) in der viertklassigen Regionalliga erreichen. Abgesehen vom erstmaligen Aufstieg und einem guten Polster von sechs Punkten auf die Abstiegszone, setzte der SV Rödinghausen einen weiteren Höhepunkt und fertigte den SC Wiedenbrück mit 7:1 ab.
Die Regionalliga Bayern wurde, bis zur etwas zu langen Pause, unangefochten von den Kickers Würzburg (51 Punkte) angeführt. Die zwei Verfolger aus München, TSV 1860 München (48) und Bayern II (44), folgten auf den Plätzen. Der kleine Bruder des Bundesligaprimus scheiterte im vergangen Jahr knapp an Fortuna Köln im Relegationsspiel für die 3. Liga. Der Aufsteiger SpVgg Bayreuth stellte sich auf Platz sieben mehr als gut dar. Derweil muss Drittligaabsteiger Wacker Burghausen alles daran setzen, nicht durchgereicht zu werden.
Christopher Schiwek