Bundesliga

Zweiter HSV-Sieg in Folge

Im Kampf um Platz drei zwischen Gladbach und Leverkusen änderte sich nichts, da beide Teams eine Woche vor dem direkten Duell ihr Spiel gewannen. Für den Hamburger SV veränderte sich die Perspektive in Sachen Klassenerhalt positiv, wenngleich die Gefahr durch den 2:1-Sieg in Mainz noch längst nicht gebannt wurde.

Nicht ganz unerwartet ließ Pep Guardiola vor dem anstehenden CL-Halbfinale gegen Barcelona eine stark umgestellte Bayern-Elf auflaufen - in der Liga hatte der FCB sein Ziel schließlich erreicht. In der Startformation stand u.a. mit Strieder ein Debütant, ein weiterer (ab 72., Görtler) sollte später folgen. Außerdem kam Martinez nach langer Verletzungspause zum Comeback. Leverkusen wirkte dementsprechend kompakter als die Gäste, konnte allerdings daraus zunächst kein Kapital schlagen. Die Münchner Angriffe waren gefährlicher, bis Calhanoglu mit einem seiner angeschnittenen Freistöße die Lücke fand (55.). Götze verpatzte eine Ausgleichschance, als er frei vor Leno wegrutschte (76.). Nach einem ausgiebigen Sololauf Bellarabis sorgte Brandt schließlich für die Entscheidung, als er die Vorarbeit seines Teamkollegen aus 15 Metern Torentfernung zum 2:0-Endstand nutzte (81.).

Bayers Sieg beförderte die Werkself lediglich vorübergehend auf den dritten Tabellenrang, denn Mönchengladbach zog tags darauf dank seines 2:1-Erfolges bei Hertha BSC wieder vorbei. Kruses Führungstreffer (11.) konnten die Gladbacher nur kurz genießen, da Stocker fast postwendend für die Berliner ausglich (13.). Ein ins lange Eck gezirkelter Linksschuss von Traore bescherte den Gästen den Sieg, als man schon an eine Punkteteilung glaubte (85.). Pal Dardai akzeptierte die Niederlage und wies darauf hin, dass Hertha mit seinen 34 Punkten noch nicht endgültig gesichert war: "Wir brauchen noch drei Punkte."
Noch später fiel die Entscheidung im Match FSV Mainz vs. Hamburger SV, dem ersten Sonntagsspiel. Hier durfte sich Kacar als Hamburger Held des Tages feiern lassen. Eine verunglückte Kopfballabwehr Baumgartlingers, bei einem Westermann-Schuss, hatte die abstiegsbedrohten Hanseaten in Führung gebracht (37.). Mainz hielt dagegen und glich nach einem gut gespielten Angriff durch Malli aus (76.). In der 87. Minute haute Kacar dann einen Abpraller aus 18 Metern in die Maschen: Der HSV durfte sich über den Sprung auf Platz 14 freuen. Die unerfreulichste Szene des Spieltags passierte bereits in der ersten Halbzeit, als Soto bei einem Zusammenprall mit van der Vaart eine schwere Knieverletzung erlitt und ausgewechselt wurde (32.).