Zweiter Last-minute-Sieg gegen IF
von Günther Jakobsen
Schon wieder, wie im Hinspiel, ein Ende mit Schrecken für die Schweden. Weil Hannover nach seiner 2:0-Führung die Zügel schleifen ließ, konnte Helsingborgs IF ausgleichen und sogar auf einen Sieg hoffen. In den letzten Minuten brach dann aber das Unheil über die Skandinavier herein.
„Wir haben in der zweiten Hälfte einfach nicht klug gespielt und sind ängstlich geworden“, war 96-Kapitän Steven Cherundolo bewusst, dass der Erfolg der „Roten“ an einem seidenen Faden hing. Unnötigerweise, wenn man die überzeugende erste Halbzeit zugrunde legt. Husztis gut getimte Flanke auf Diouf hatte bereits in der dritten Minute die Führung der Gastgeber eingeläutet, denn der Senegalese ließ sich die Kopfballchance sechs Meter vor Helsingsborgs Kasten nicht entgehen. In der Folgezeit trauten sich die Gäste nicht, den Offensivgang einzulegen. Hannover konnte deshalb ohne größere Probleme die Spielregie übernehmen. Zwangsläufig ergaben sich Torgelegenheiten für die überlegenen „Roten“, ein weiterer Treffer fiel indes nicht.
Das sollte sich kurz nach Wiederanpfiff ändern. Der hervorragend heraus gespielte Treffer zum 2:0, über Schmiedebach und Stindl auf halbrechts eingefädelt, durch Diouf erneut per Kopf abgeschlossen, wirkte zu diesem Zeitpunkt wie die Vorentscheidung (49.). Das genaue Gegenteil trat ein, denn plötzlich entwickelte Helsingborgs Präsenz - weil Hannover im Gefühl des sicheren Sieges nachlässig wurde. Djurdjics 17-Meter-Knaller forderte Zieler die erste gute Parade ab (51.). Ein schöner Konter, über Ya Konan und Stindl laufend, hätte den Gastgebern einen weiteren Treffer bringen können, diesmal setzte Diouf den Kopfball jedoch neben den Kasten (58.). Im Gegenzug dann der 1:2-Anschlusstreffer durch Djurdjic. Sowohl der Torschütze wie auch seine beiden am Tor beteiligten Mitspieler erfreuten sich sehr viel Freiraumes. Mahlangus Distanzschuss ging links vorbei - schon in der 62. Minute hätte der Ausgleich fallen können. Helsingborgs Erwachen wurde jedoch in der 67. Minute belohnt, als die „Roten“ eine Freistoßflanke nicht klären konnten und Bedoya aus kurzer Distanz wuchtig traf. Zielers Parade gegen Santos’ Schuss verhinderte, dass die Partie vollends kippte (70.). Eine klare Überlegenheit erarbeitete sich danach kein Team; der Spielausgang war völlig offen. Der eingewechselte Sobiech leitete mit einem energischen Antritt dann die entscheidende Situation ein, die Helsingborgs Niederlage besiegelte. Auf dem Weg zum gegnerischen Tor wurde er von Larsson gefoult. Der Innenverteidiger sah dafür die Rote Karte und - zum Entsetzen der Schweden, die das Foul außerhalb des 16ers wähnten - gab es Elfmeter. Atta ereiferte sich über die vermeintliche Fehlentscheidung derart, dass er ebenfalls den Roten Karton sah (88.). Als die Aufregung sich gelegt hatte und Huszti den Strafstoß mit Glück verwandelte, Hansson war noch mit der Faust dran (90.), waren die Schweden erneut auf den letzten Drücker um einen Erfolg gebracht. Für Hannover bedeutete der 3:2-Sieg jedoch die vorzeitige Qualifikation für die nächste Runde.
André Schulin
„Wir haben in der zweiten Hälfte einfach nicht klug gespielt und sind ängstlich geworden“, war 96-Kapitän Steven Cherundolo bewusst, dass der Erfolg der „Roten“ an einem seidenen Faden hing. Unnötigerweise, wenn man die überzeugende erste Halbzeit zugrunde legt. Husztis gut getimte Flanke auf Diouf hatte bereits in der dritten Minute die Führung der Gastgeber eingeläutet, denn der Senegalese ließ sich die Kopfballchance sechs Meter vor Helsingsborgs Kasten nicht entgehen. In der Folgezeit trauten sich die Gäste nicht, den Offensivgang einzulegen. Hannover konnte deshalb ohne größere Probleme die Spielregie übernehmen. Zwangsläufig ergaben sich Torgelegenheiten für die überlegenen „Roten“, ein weiterer Treffer fiel indes nicht.
Das sollte sich kurz nach Wiederanpfiff ändern. Der hervorragend heraus gespielte Treffer zum 2:0, über Schmiedebach und Stindl auf halbrechts eingefädelt, durch Diouf erneut per Kopf abgeschlossen, wirkte zu diesem Zeitpunkt wie die Vorentscheidung (49.). Das genaue Gegenteil trat ein, denn plötzlich entwickelte Helsingborgs Präsenz - weil Hannover im Gefühl des sicheren Sieges nachlässig wurde. Djurdjics 17-Meter-Knaller forderte Zieler die erste gute Parade ab (51.). Ein schöner Konter, über Ya Konan und Stindl laufend, hätte den Gastgebern einen weiteren Treffer bringen können, diesmal setzte Diouf den Kopfball jedoch neben den Kasten (58.). Im Gegenzug dann der 1:2-Anschlusstreffer durch Djurdjic. Sowohl der Torschütze wie auch seine beiden am Tor beteiligten Mitspieler erfreuten sich sehr viel Freiraumes. Mahlangus Distanzschuss ging links vorbei - schon in der 62. Minute hätte der Ausgleich fallen können. Helsingborgs Erwachen wurde jedoch in der 67. Minute belohnt, als die „Roten“ eine Freistoßflanke nicht klären konnten und Bedoya aus kurzer Distanz wuchtig traf. Zielers Parade gegen Santos’ Schuss verhinderte, dass die Partie vollends kippte (70.). Eine klare Überlegenheit erarbeitete sich danach kein Team; der Spielausgang war völlig offen. Der eingewechselte Sobiech leitete mit einem energischen Antritt dann die entscheidende Situation ein, die Helsingborgs Niederlage besiegelte. Auf dem Weg zum gegnerischen Tor wurde er von Larsson gefoult. Der Innenverteidiger sah dafür die Rote Karte und - zum Entsetzen der Schweden, die das Foul außerhalb des 16ers wähnten - gab es Elfmeter. Atta ereiferte sich über die vermeintliche Fehlentscheidung derart, dass er ebenfalls den Roten Karton sah (88.). Als die Aufregung sich gelegt hatte und Huszti den Strafstoß mit Glück verwandelte, Hansson war noch mit der Faust dran (90.), waren die Schweden erneut auf den letzten Drücker um einen Erfolg gebracht. Für Hannover bedeutete der 3:2-Sieg jedoch die vorzeitige Qualifikation für die nächste Runde.