Im schweizerischen Nyon setzten sich UEFA-Vertreter zusammen, um erstmals „Europas Fußballerin des Jahres“ zu küren und für die Frauen-Champions-League die Paarungen der letzten 32 Teams auszulosen. Beide Programm-Punkte endeten erfreulich für die deutschen Beteiligten.
Erwartungsgemäß trafen die beiden deutschen Champions League-Teilnehmer Turbine Potsdam und Titelhalter VfL Wolfsburg in der Runde der letzten 32 noch nicht auf Gegner, die ein Weiterkommen ernsthaft in Frage stellen könnten. Potsdam misst sich mit MTK Budapest FC (MTK Hungaria) und Wolfsburg wurde der sechsmalige estnische Meister Pärnu JK zugelost. Beide Bundesliga-Klubs müssen zuerst auswärts antreten. Problematisch könnte es für die „Turbinen“ im Achtelfinale werden, das ebenfalls schon ausgelost wurde. Dann könnte es zum Duell mit Olympique Lyon kommen, dem erfolgreichsten europäischen Klub der letzten Jahre.
Anlässlich der ersten Wahl zu „Europas Fußballerin Jahres“ durfte der DFB sehr zufrieden sein. Vier deutsche Spielerinnen waren schon in der Vorauswahl der zehn Besten zu finden: Nadine Kessler, Celia Sasic (zuvor Okoyino da Mbabi), Lena Goeßling und Nadine Angerer. Die beiden Letztgenannten schafften dann gemeinsam mit der Schwedin Lotta Schelin den Sprung unter die letzten drei Spielerinnen, zwischen denen die Entscheidung fallen musste. Eine Jury aus 18 Fach-Journalisten krönte schließlich Torhüterin Nadine Angerer (10 Stimmen) zur Gewinnerin, vor Goeßling (6). „Nadine Angerer hat diese Auszeichnung nicht nur verdient, weil sie als Torhüterin eine überragende EURO gespielt hat. Sie hat mit ihrer Persönlichkeit unsere junge, unerfahrene Mannschaft geführt …“, würdigte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die 34-Jährige, die demnächst in der australischen A-League, bei Brisbane Roar, zwischen den Pfosten steht.
André Schulin
Er ist der einzige Spieler, den ich kenne, der während eines Spiels zunahm.
— Graeme Souness, ehemaliger Trainer FC Liverpool, über den genialen ,,Hygge-Dicken" Jan Mölby.