Anpfiff

von Günther Jakobsen17:00 Uhr | 14.08.2015

Der souveräne Meister FC Bayern und der gerade eben noch drin gebliebene Hamburger SV eröffnen die neue Saison. Ingolstadt mischt zum ersten Mal mit, Darmstadt meldet sich nach 33-jähriger Abstinenz zurück.

Saisonanpfiff in München - und der FC Bayern hat vor dem ersten Anstoß der 53. Spielzeit bereits deren Ende vor Augen: Die vierte Meisterschaft in Folge. "Das ist das Ziel", sagt auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Die Gäste aus Hamburg werden nicht als möglicher Spielverderber des Eröffnungsspiels wahrgenommen, auch wenn Rummenigge das Ausscheiden des HSV gegen Jena im DFB-Pokal nicht passt: "Ich spiele lieber gegen Mannschaften, die vorher gewonnen haben." Mit besonderer Spannung wird verfolgt, wen Pep Guardiola aus seinem reichhaltigen Mittelfeldspieler-Pool in der Startelf aufbietet. Den neu verpflichteten Vidal und Costa werden gute Chancen eingeräumt. HSV-Coach Bruno Labbadia, der angesichts der Pokalpleite in Sarkasmus verfiel ("Hoch werden wir nicht gewinnen") hofft, in München einen stabilen Auftritt seiner Mannschaft zu sehen: "Wir stehen im Fokus und wollen uns natürlich besser präsentieren."

Die beiden Aufsteiger starten am Samstag. Bundesligadebütant FC Ingolstadt hat das Auswärtsspiel beim FSV Mainz vor der Brust. "Wenn wir zu unserem Spiel finden, bin ich überzeugt, dass wir nicht chancenlos sind in Mainz", rechnet sich FCI-Coach Ralph Hasenhüttl etwas aus. Darmstadt 98 , zuletzt 1982 im Oberhaus, kann seine Rückkehr vor eigenem Publikum feiern. Gegner ist Hannover 96. "Wir sind gut vorbereitet, sind physisch in einem guten Zustand und können auch bei wärmeren Temperaturen 90 Minuten auf dem Gaspedal stehen", freut sich Lilien-Trainer Dirk Schuster auf den Anpfiff.

Geballte Bundesligatradition bieten die Duelle Werder Bremen vs. FC Schalke und das Borussen-Match Dortmund vs. Mönchengladbach. Wie in früheren Zeiten ärgerten die Schalker die Grünweißen von der Weser mit der Abwerbung eines Schlüsselspielers, wobei man in diesem Fall in Bremen dem Spieler, Di Santo, den schwarzen Peter zuschob und von der Angelegenheit nichts mehr hören will. "Wir wollen einfach Vollgas geben, denn es wird keine leichte Partie", sagt Viktor Skripnik. "Wir möchten gegen Werder offensiv ausgerichtet auftreten, dabei viel Herz und Leidenschaft zeigen", beschreibt Schalkes neuer Trainer André Breitenreiter seine Vorgabe. Auch Schalkes innigst verbundener schwarzgelber Nachbar hat mit Thomas Tuchel einen neuen Mann auf der Kommandobrücke. Zum Bundesligaauftakt entschied sich Tuchel für Bürki als erste Wahl zwischen den Pfosten. MG-Trainer Lucien Favre kann nicht auf Nordveit, Stranzl, Hahn und Dominguez zurückgreifen.
Außerdem empfängt am Samstag Leverkusen Hoffenheim, eine Partie, in der Bayer-Coach Roger Schmidt vorab einen Knackpunkt ausmacht: "Der Fokus wird bei beiden Teams auf den Ballbesitzwechseln liegen. Da müssen wir schneller sein als der Gegner." Überraschungsteam FC Augsburg erwartet die Berliner Hertha. Der FCA konnte in seiner noch jungen Erstligahistorie noch kein Auftaktspiel gewinnen - und geht es nach Gästetrainer Pal Dardai, bleibt das so: "Wir gehen dahin um zu gewinnen."
Am Sonntag steigt dann zunächst Vizemeister VfL Wolfsburg (gegen Frankfurt) in das Geschehen ein, bevor die Bundesligaurgesteine VfB Stuttgart und 1. FC Köln die erste Runde abschließen.



Es war toll, es war klasse, es war wie ein Albtraum.

— Thorsten Legat nach einem hohen Heimsieg