Aston Villa im roten Bereich

von Günther Jakobsen13:33 Uhr | 11.02.2015

Nach 24 Spieltagen waren zwei Überraschungsteams der ersten Saisonhälfte, West Ham United und Swansea City, im Mittelfeld der Liga aufgeschlagen. An der Spitze zog Chelsea unangefochten seine Kreise, während Aston Villas Abstiegsgefahr wuchs.

Zwölf Treffer in 24 Spielen beschreiben am besten, woran es bei Aston Villa hapert. Zwar rangierte das von Paul Lambert gecoachte Team noch knapp oberhalb der Abstiegsränge und beendete im Spiel gegen Chelsea FC durch Okore die kleine Ewigkeit von elf Ligastunden ohne Treffer. Doch die Punkte gingen - erwartungsgemäß - an den Tabellenführer, der seinen Vorsprung gegenüber Verfolger Manchester City (1:1 gegen Hull City Tigers) noch ausbaute. Hazard (8.) und Ivanovic (66.) trafen für die "Blues", bei denen Willian zweimal einen Torerfolg verpasste (jeweils knapp links vorbei) und der für Schürrle geholte Neuzugang Cuadrado seinen Einstand feierte (79., eingewechselt). Das für Aston Villa doppelt so wichtige Duell beim direkten Konkurrenten Hull City Tigers ging in der darauffolgenden englischen Woche (am Dienstag) jedoch 0:2 verloren - und die Villans belegten erstmals einen Abstiegsplatz. "Selbstmitleid hilft nicht. Du musst in das nächste Spiel gehen und es gewinnen. Wir haben jetzt so etwas wie 13 Cup-Finals vor uns ...", versuchte Lambert den Blick nach vorn zu richten.

Swansea City erfreute sich monatelang einer Platzierung innerhalb, bzw. in Schlagdistanz der Top Five. Die von Gerry Monk betreuten Waliser, die im Heimspiel gegen Sunderland eine 1:1-Punkteteilung hinnehmen mussten, ließen dann aber doch zu viele Punkte liegen, um sich dauerhaft auf dem Level der etablierten Europacup-Kandidaten zu halten. Dementsprechend strebt Monk auch zuvorderst den gesicherten Klassenerhalt an: "Wir haben ein sehr talentiertes Team und wir haben gute Chancen, die nötigen 40 Punkte schneller als je zuvor zu sammeln. Wenn das erreicht ist, werden wir uns darauf jedoch nicht ausruhen." Ganz ähnlich stellt sich die Situation für das Team von West Ham United dar, das mit dem 1:1-Unentschieden gegen Manchester United wieder einen Achtungserfolg landete. Und es hätte mehr als ein Remis sein können, da die Gäste durch Danny Blind erst in der Nachspielzeit West Hams Führungstreffer (49., Kouyate) ausglichen. Luis van Gaal wurde für seine Aufstellung mit vier Stürmern (Falcao, van Persie, Di Maria, Rooney) kritisiert, die offensichtlich mit ihren Positionen und der taktischen Variante einer Mittelfeldraute über den größten Teil der Partie nicht optimal funktionierten.

André Schulin



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