Almerias 4:3-Sieg bescherte der Mannschaft von Trainer Francisco Rodriguez den Absprung von den Abstiegsplätzen; Barcas 4:3-Erfolg bei Real Madrid gestaltete das Titelrennen völlig offen.
"Ich gratuliere jedem einzelnen Spieler", reagierte Rodriguez überschwänglich vor Freude nach dem dramatischen Sieg über das favorisierte Team Real Sociedads. Almeria musste zweimal einen Rückstand egalisieren, um dann durch Verzas zweiten verwandelten Foulelfmeter mit 3:2 in Führung zu gehen (71.). Die so dringend benötigten drei Punkte rückten dann in weite Ferne, als Markel per Kopfball den späten Ausgleich der Gäste markierte (85.). In der Nachspielzeit jedoch setzte sich der kurz zuvor eingewechselte Khaloua energisch im Gästesechzehner durch und erzwang den 4:3-Siegtreffer. Da Osasuna (1:2 gegen FC Sevilla) und Getafe (0:1 bei Athletic Bilbao) verloren, rückte Almeria auf Rang 16 vor. Valladolid verpasste es durch die Punkteteilung im Heimspiel gegen Vallecano (1:1), sich ebenfalls aus dem roten Bereich herauszustehlen. Real Betis bezog eine erwartbare Heimpleite gegen Atletico Madrid und dürfte kaum noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt haben.
Für Atletico verlief der 29. Spieltag optimal. Gabi (58.) und Costa (64.) hatten die Punkte bei Real Betis gesichert und das Resultat des Clasicos, Barcelonas 4:3 bei Real Madrid, ermöglichte idealerweise den Sprung an die Tabellenspitze. Große Genugtuung auch im Lager des FC Barcelona: "Das war unsere letzte Chance. Wir wollten nicht aus dem Titelrennen ausscheiden", erklärte Coach Tata Martino. Zum dreifachen Torschützen Lionel Messi (zwei per Foulelfmeter) fiel ihm nicht viel ein: "Er hat viele Spiele wie dieses abgeliefert, die Wirkung in einem Clasico ist natürlich größer. Ich weiß kaum noch, wie ich seine Leistung in Worte packen kann." Während der Kampf an der Spitze immer enger wurde, konnte das viertplatzierte Team von Athletic Bilbao seine Ambitionen, den CL-Relegationsplatz über die Ziellinie zu bringen, untermauern. Susaeta erzielte den entscheidenden 1:0-Siegtreffer gegen Getafe nach einer Freistoßvariante aus der Distanz (39.).
Zwischen Eintracht Frankfurt und ihm gibt es in Zukunft keine Basis mehr.
— Axel Hellmann, Vorstand von Eintracht Frankfurt, über den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der Trainer Oliver Glasner den Pokal aus der Hand nahm.