Bayers Auftritt im Olympiastadion ließ durchaus noch Raum zur Hoffnung, dass man im Play-off-Rückspiel gegen Lazio das 0:1 wettmachen könnte. "Wir hätten natürlich gerne ein Auswärtstor geschossen. Aber es ist noch alles drin", sprach Roger Schmidt den Wermutstropfen an.
Nach Lazio Roms druckvollem Start befreite sich Leverkusen und unterstrich durch Benders knackigen Pfostenschuss (26.), dass die Vorteile nach jeder Seite ausschlagen konnten. Im Gegenzug kam Klose einem Torerfolg sehr nahe, wurde durch Leno jedoch zu weit abgedrängt - aus spitzem Winkel schaufelte Lazios Torjäger das Leder nur gegen den Außenpfosten (27.). Weitere echte Torchancen blieben im ersten Durchgang aus; Calhanoglu sorgte aber mit einem schönen Versuch aus der eigenen Hälfte noch für Unterhaltung: Der weit vor dem Tor platzierte Lazio-Keeper Berisha hatte Glück, dass der Ball knapp neben dem rechten Pfosten ins Aus segelte (45.).
Der angeschlagene Klose wurde in der Halbzeit ausgewechselt, sein Ersatz, der Senegalese Balde Diao Keita, sollte mit seiner Schnelligkeit das Spiel entscheiden. Die ersten guten Torchancen ließ jedoch Bayer aus. Dann brachte ein Stockfehler von Papadopoulos Keita in Ballbesitz. Tah konnte mit dem Tempo des Senegalesen nicht mithalten und Leno, der noch in der 71. Minute großartig aus kurzer Distanz gegen Keita pariert hatte, war machtlos, als der Angreifer flach ins linke Eck abschloss (77.). In der Restspielzeit ergaben sich keine wesentlichen Tormöglichkeiten mehr. Unglücklich agierte Bayer in der 67. Minute, als Calhanoglus Schuss aus der Drehung zwar im Tor einschlug, der Ball zuvor aber noch den abseits stehenden Kießling berührte.
Das Problem war, dass wir bei den Spielen in die Sonne gucken mussten, und dann war es auch immer so heiß.
— Sir Alex Ferguson zum frühen Ausscheiden seiner Mannschaft bei der ersten Club-Weltmeisterschaft