Im direkten Duell um den Relegationsplatz wechselten Augsburg und Hoffenheim nach dem 2:1 für den FCA die Plätze. Der FC Bayern zerlegte derweil die Bremer mit 6:1, Hannover trotz Europa-League-Einsatz am Donnerstag den anderen, wohl zu ausgeruhten HSV mit 5:1. Stuttgart kam gegen Nürnberg nicht über ein 1:1 hinaus, genauso wie Mainz gegen Wolfsburg.
Im mit Spannung erwarteten Duell zwischen dem 17ten der Tabelle, dem FC Augsburg, und 1899 Hoffenheim, zuvor einen Rang besser, konnte die Heimelf mit 2:1 den Konkurrenten vom Relegationsplatz verdrängen. Erneut konnten die Kraichgauer nicht überzeugen, mussten ihren Gegner zu Recht vorbeiziehen lassen. Kurz vor der Pause gelang Ji mit einer akrobatischen Direktabnahme das 1:0 (45.), Torjäger Mölders erhöhte verdientermaßen mit einem ebenfalls schönen Treffer auf 2:0 (79.). Erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit fand de Camargo für 1899 den Weg ins Tor, mehr ging bei den Gästen nicht.
Trainer Jupp Heynckes feierte sein 1000. Bundesligaspiel als Spieler und Trainer, schonte einige Spieler der Stammelf und feierte dennoch einen 6:1-Erfolg mit seinem FC Bayern München über Werder Bremen. Anfangs hielten die Hanseaten noch ganz gut mit, doch mit dem Doppelschlag von Robben (25.) und Martinez (29.) war der Rest vorgezeichnet. Zudem flog Prödl nach einer Notbremse in der 44. Minute vom Platz und Gebre Selassie unterlief kurz nach dem Seitenwechsel ein Eigentor zum 0:3 (49.). Danach schlug Gomez noch zweimal zu (51. und 89.) und auch Ribery (86.) trug sich bei den Torschützen ein. De Bruyne hatte zwischenzeitig für die überforderten Gäste auf 1:4 verkürzt (58.).
Gut in Form präsentierte sich auch Hannover 96 im Nord-Derby gegen den Hamburger SV, der in der AWD-Arena völlig überraschend 1:5 unterging, obwohl die Niedersachsen noch zwei Tage zuvor in der Europa League hatten ran müssen. Diouf eröffnete per Kopfball zum 1:0 (7.), van der Vaart glich vom Elfmeterpunkt aus (13.). Vor der Pause erhöhte Huszti ebenfalls vom Punkt (39.), verletzte sich aber dabei. Ya Konan traf für 96 vor und nach dem Seitenwechsel (45. und 68.), für die letzte Bude durfte sich Abdellaoue (85.) feiern lassen. Ganz so unterlegen, wie es das Ergebnis aussagt, war der HSV allerdings nicht, doch Hannover erwies sich so zielsicher wie selten, hätte aber wohl lieber an diesem Tag ein oder zwei Tore weniger, diese dafür am vorangegangen Donnerstag mehr erzielt...
Auch der VfB Stuttgart war am Donnerstag aktiv, konnte einen Erfolg jedoch im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg nicht wiederholen, trennte sich von den Franken mit 1:1. Das 1:0 für die Schwaben erzielte Traore (51.), weitere Chancen wurden allerdings vertan. Ein Weitschuss von Feulner (77.) war die Antwort des Clubs, der offensiv ansonsten enttäuschte, glücklich ein Remis aus Baden-Württemberg mitbrachte.
Der VfL Wolfsburg musste zwar nach einer diskussionswürdigen Notbremse von Madlung ab der 30. Minute beim 1. FSV Mainz 05 mit zehn Leuten auskommen, erarbeitete dennoch ein 1:1. Zimling hatte bereits nach fünf Minuten erstmals in der Bundesliga getroffen und Mainz in Front gebracht, doch Naldo glich nach 15 Minuten per Kopf aus. Der Gastgeber hatte noch einige gute Möglichkeiten, den angeschlagenen Gegner zu bezwingen, konnte diese allerdings nicht nutzen.
Fußball ist eigentlich ganz einfach. Man muss nur seine Kollegen verstehen.
— Victor Agali