Der FC Augsburg (3:0 gegen Stuttgart) und 1899 Hoffenheim (2:1 gegen Nürnberg) nutzten ihre Heimchancen und ließen die Abstiegszone erneut weiter zusammenrücken, weil vor allem Werder Bremen (0:1 in Leverkusen) wiederholt unterlag. Derweil siegte Meister FC Bayern mit einer B-Elf gegen Freiburg ebenfalls mit 1:0, während Wolfsburg gegen Gladbach beim 3:1 ausnahmsweise Heimstärke offenbarte. Im Abendspiel musste sich Düsseldorf den Dortmundern daheim mit 1:2 beugen.
Die Aufholjagd im Abstiegskampf des FC Augsburg ging auch im Schwaben-Derby gegen den VfB Stuttgart weiter, der erstmals in der Bundesliga vom FCA geschlagen wurde. Nach der Nullnummer zur Pause, mit zuvor leichtem Übergewicht für die Hausherren, gelang Mölders per Kopf die Führung für Augsburg. Sekunden nach seiner Einwechslung erhöhte de Jong auf 2:0 (83.) und Ji (85.) machte mit seinem Treffer zum 3:0 noch etwas fürs Torverhältnis der Fuggerstädter.
Auch 1899 Hoffenheim behielt im Abstiegskampf die Nerven, startete gegen den 1. FC Nürnberg furios und legte zwei Treffer vor: 1:0 Weis (11.), 2:0 Salihovic (19.). Ein weiteres Tor durch Salihovic per Freistoß wurde merkwürdigerweise nicht anerkannt (48.), zudem ließ die TSG weitere gute Möglichkeiten liegen. Per Foulelfmeter durch Simons kam plötzlich der bis dahin ganz schwache Club zwar heran (58.), doch mit voller Konzentration brachte die Kraichgauer das 2:1 über die Zeit und wahrten die Chancen auf den Klassenerhalt.
Ein umstrittener Foulelfmeter ließ Werder Bremen weiter in Richtung Abstiegszone taumeln. Obwohl bei Bayer Leverkusen eine defensiv recht ansprechende Leistung geboten wurde, zeigte der SVW-Angriff doch eine erschreckende Harmlosigkeit. Beim Tor wurde eine kaum sichtbare Abseitsstellung von Sam nicht geahndet, den Torwart Mielitz wenige Meter weiter von den Beinen holte. Den Elfmeter verwandelte Kießling (35.) für die Werkself, die sich ansonsten gegen die Hanseaten schwer tat, aber nunmehr kaum noch von Platz drei zu verdrängen ist, der zum direkten Einzug in die Champions League einlädt.
Einzig Jerome Boateng stand beim FC Bayern München gegenüber dem grandiosen Erfolg über Barca noch in der Startelf gegen den SC Freiburg. Der 1:0-Sieg in einer nicht sonderlich ansprechenden Partie ging am Ende in Ordnung, weil die Schwarzwälder offensiv sehr passiv blieben. Das Tor des Tages erzielte Can mit den Haarspitzen (35.).
Wesentlich abwechslungsreicher setzten sich der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach miteinander auseinander. Die Gäste hatten zwar den besseren Start, doch das erste Tor schoss der VfL durch Arnold (34.). Mlapa gelang nach der Pause zwar der Ausgleich (52.), doch die Wölfe taten letztlich mehr fürs Spiel, vor allem dank Regisseur Diego, der schon den ersten Treffer auflegte, beim zweiten Olic die Vorlage gab (61.) und den dritten selbst erledigte (75.).
Warum es immer dem HSV passiert, kann ich auch nicht sagen.
— Markus Gisdol nach der dritten Erstrundenaus des HSV beim VfL Osnabrück