Im afrikanischen Verband liefen die entscheidenden Play-offs an, in Südamerika machte Kolumbien seinen Endrundenplatz klar und in der CONCACAF-Quali konnte Mexiko zumindest seine Chancen auf den Relegationsplatz klar verbessern.
Südamerika
Kolumbiens 3:3-Punkterfolg gegen Chile - nachdem man zur Pause noch 0:3 hinten lag - genügte dem Team von Jose Pekerman, um sich, wie Argentinien, erwartungsgemäß für die Endrunde zu qualifizieren. Beste Chancen, auch am Ende die Plätze drei und vier zu belegen, haben Ecuador und Chile (je 25 Punkte). Beide treffen in der abschließenden 16. Runde aufeinander und wären mit einem Unentschieden nicht mehr von Uruguay (22) abzufangen, das gleichzeitig zwingend auf einen deutlichen Sieg gegen Argentinien angewiesen ist. Um Platz fünf (Relegation) braucht Uruguay allerdings nicht mehr zu bangen: Venezuela (20), als erstes Team der CONMEBOL-Quali schon durch, büßte seine letzte Chance, die „Celeste“ zu überholen, durch das 1:1-Remis gegen Paraguay ein.
Nord- Zentralamerika und Karibik
Die USA (19 Punkte) und Costa Rica (15) sind durch. In der CONCACAF-Qualifikation wurde jedoch die Entscheidung um den dritten direkten Startplatz sowie Relegationsrang vier auf die letzte Runde verschoben. Honduras (14) gab sich keine Blöße und hielt als Dritter dank seines 1:0-Sieges gegen Costa Rica den Drei-Punkte-Vorsprung gegenüber Mexiko. Die Mexikaner verdrängten immerhin Panama (8) vom vierten Rang: Peralta (39.) und Jimenez (85.) stellten den dringend benötigten Dreier sicher, zwischenzeitlich hatte Tejada für Panama ausgeglichen (81.). Dass sich am letzten Spieltag etwas ändert ist unwahrscheinlich. Honduras würde bei den bislang sieglosen Jamaikanern schon ein Unentschieden für Rang drei reichen und Panama müsste Gruppensieger USA schlagen, um Mexiko (auswärts in Costa Rica) noch abfangen zu können.
Afrika
In vier der fünf Play-offs des CAF fanden die Hinspiele statt. Das Duell Tunesien vs. Kamerun endete torlos, verschaffte somit keinem Kontrahenten einen nennenswerten Vorteil. Besser schnitten da schon Nigeria und die Elfenbeinküste ab. Die „Super Eagles“ landeten einen 2:1-Auswärtssieg in Äthiopien. Nachdem Gobeze die Gastgeber in Führung gebracht hatte (57.), drehte Emenike per Doppelpack das Spiel noch zu Nigerias Gunsten (67./90.). Die Elfenbeinküste setzte sich mit 3:1 gegen den Senegal durch. Drogba (3., per Strafstoß), ein Eigentor von Sane (14.) sowie Kalous Treffer nach der Pause (49.) hatten den Gastgebern einen klaren Vorsprung beschert, doch der Ex-Freiburger Cisse konnte in der Nachspielzeit noch etwas Schadensbegrenzung betreiben und seiner Elf eine Restchance erhalten. Noch ziemlich offen dürfte die Entscheidung zwischen Burkina Faso und Algerien sein, nachdem das Hinspiel lediglich in einen knappen 3:2-Erfolg der Burkiner mündete. Den späten Siegtreffer markierte der Düsseldorfer Bancé, der einen strittigen Handelfmeter über die Linie brachte (86.).
Es ist okay, dass nicht mehr Treffer gefallen sind. Das wäre in einer leicht zu euphorisierenden Stadt wie Dortmund nur schwer zu erklären gewesen.
— Jürgen Klopp