Trotz zweier Rückstände gegen Hertha BSC blieb Bayer Leverkusen im Vorwärtsgang und übernahm vorerst die Spitze der Liga. Die Aufsteiger Paderborn (3:0 in Hamburg) und Köln (2:0 in Stuttgart) zeigten kompakte Frühform, während sich Wolfsburg (2:2 gegen Frankfurt) und Bremen (1:1 gegen Hoffenheim) daheim mit einem Zähler begnügen mussten. Dortmund kam in Augsburg am Freitagabend nur in der Schlussphase nochmals in Schwierigkeiten. Im abendlichen Spitzenspiel trennten sich der FC Schalke 04 und der FC Bayern 1:1.
Auch nach dem fulminanten Einstieg in die Gruppenphase der CL blieb Bayer 04 Leverkusen torgierig und siegte über das lange Zeit gut mithaltenden Team von Hertha BSC am Ende mit 4:2. Youngster Jedvaj, Rechtsverteidiger der Werkself, verantwortete die ersten beiden Treffer, traf einmal ins eigene Netz (24.), dann ins Tor der Hauptstädter (50.), die Bayers Offensive lange Zeit wenig Entfaltungsmöglichkeiten bot. Schieber brachte die Berliner zwar nochmals in Front (60.), doch nach dem umgehenden 2:2 durch Spahic (62.) rollten die Bayer-Angriffswellen effektiver. Brandt (74.) und Bellarabi (86.) machten aus diesem Ansturm die Siegtreffer und schossen Leverkusen in die Tabellenspitze.
Nach dem 0:0 in Köln musste der Hamburger SV sogleich daheim gegen den zweiten Aufsteiger SC Paderborn 07 ran und ging regelrecht unter. Im Angriff harmlos, hinten fehlerhaft, also wie in der letzten Saison, präsentierte sich der HSV seinen Zuschauern. Die stabilen und konterstarken Ostwestfalen spielten dagegen drei Angriffe perfekt zuende und siegten hoch verdient durch Tore von Kachunga (29.), Vrancic (68.) und Stoppelkamp (87.).
Auch Ex-Zweitligist 1. FC Köln überzeugte bei seinem ersten Auftritt in dieser Spielzeit auf fremdem Platz. Beim VfB Stuttgart trafen noch vor der Pause Osako (22.) und Ujah (33.), dann machte die Stöger-Elf hinten den Laden dicht und ließ so gut wie keine Schwaben-Chance zu, so dass es bei diesem Vorsprung blieb.
Zwei Freistöße führten zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt zum 1:1 zur Pause. Naldos Geschoss war vielleicht nicht unhaltbar (15.), Inuis "Ding" wurde unglücklich abgefälscht (23.). Arnold besorgte in der eher durchwachsenen Partie zwar den Vorsprung für den VfL (79.), doch der frische Joker Kadlec nickte wenig später zum 2:2-Endstand ein (86.).
Die Ballannahme vor dem 1:0 für 1899 Hoffenheim durch Firminho (19.) war schon zum Zungeschnalzen, zudem boten die Gäste den deutlich besseren Fußball, verpassten bei Werder Bremen aber einen Ausbau der Vorsprungs. Nach der Pause übernahmen die Hanseaten mit viel Engagement immer mehr die Spielregie, erzielten den verdienten Ausgleich (59.), verpassten dann aber ihrerseits alle Großchancen (vor allem der eingewechselte Petersen), so dass es beim Remis blieb.
Borussia Dortmund hatte nach der verdienten 3:0-Führung beim FC Augsburg natürlich alle Karten in der Hand. Reus (11.) und Sokratis (14.) brachten früh Ruhe ins Spiel der Gäste, Ramos (78.) schien mit dem 3:0 alle Diskussionen über den Sieger dieser Partie beendet zu haben. Ein Doppelschlag der eingewechselten Bobadilla (82.) und Matavz (89.) aber brachte in der Nachspielzeit nochmals Spannung ins Geschehen. Am Ende aber sicherte sich die Klopp-Elf in einer kurzen Abwehrschlacht die Punkte.
Eidur Gudjohnsen. Bei seinem ersten Länderspiel wurde er für seinen Vater eingewechselt. Er war 17! Also nicht sein Vater.
— Bela Rethy