Vor dem BVB-vs-FCB-Spitzenspiel am Abend rückte Leverkusen beiden nach einem 1:0 in Berlin auf die Pelle, während mit Wolfsburg ein weiterer Verfolger in Nürnberg nur sein erstes Remis in dieser Spielzeit erzielte. Aufregend ging es in Frankfurt beim 3:3 gegen Schalke zu, spannend bis zum Schluss blieb es auch beim 1:0 der Freiburger in Braunschweig. Augsburg hielt Hoffenheim mit einem Altintiop-Doppelschlag unter Kontrolle. Am Abend setzten sich die Bayern in Dortmund - etwas zu hoch, aber nicht unverdient - mit 3:0 durch.
Ein Tor von Stefan Kießling in der 28. Minute entschied das Spiel zwischen Hertha BSC und Bayer Leverkusen für die Werkself, die sich gegenüber den engagierten Berlinern mit einer ausgeschlafenen Abwehrleistung erfolgreich durchsetzte. Torchancen gab es somit letztlich zuwenig für die Hauptstädter, die den Anschluss nach ganz oben nunmehr abreißen lassen mussten.
Auch der VfL Wolfsburg konnte kaum Boden nach oben gutmachen, musste sich mit einem Unentschieden beim 1. FC Nürnberg zufrieden geben, weil er zu viele Chancen liegen ließ. So zählte nur der nicht unhaltbare Treffer von Arnold für die VW-Städter (39.), den Ginczek nach einem Solo egalisierte (72.).
Hoch her ging es zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Schalke 04. Zuerst führte S04 2:0 durch ein Eigentor von Flum und einem Kopfballtreffer von Matip (14., 18.), dann drehte die Eintracht das Spiel durch Flum (56.) und zweimal Josule (61., 68.). Höwedes rettete den Gästen doch noch einen Zähler (86.).
Durch die 1:0-Niederlage gegen den SC Freiburg rutschte Eintracht Braunschweig wieder auf den letzten Platz zurück. Einmal mehr bewies SC-Keeper Baumann seine Klasse im Tor der Schwarzwälder und war nicht zu überwinden, während Mitspieler Fernandes mit seinem ersten Bundesligator (52.) die Entscheidung gelang.
Halil Altintop entschied mit seinem Doppelpack (17., 23.) die Partie zwischen dem FC Augsburg und 1899 Hoffenheim, dessen Tormaschine diesmal überhaupt nicht in die Gänge kam. Der Sieg für die Hausherren war somit hoch verdient.
Ausgerechnet Mario Götze. Der im letzten Sommer von Borussia Dortmund zum FC Bayern München gewechselte Nationalspieler durchbrach mit seinem Treffer als Joker in der 67. Minute den Bann und den Rekordmeister in Front. Schwarz-Gelb hatte zuvor zwar die besseren Torchancen, agierte im Abschluss aber zu unkonzentriert. Nach der Führung der Gäste, die nahezu zwei Drittel des Ballbesitzes für sich beanspruchen konnten, bäumte sich Dortmund zwar nochmals auf, aber Robben (86.) und Thomas Müller (87.) machten den Erfolg, der um mindestens ein Tor zu hoch ausfiel, zusätzlich komfortabel.
Für Yeboahs starken Oberarm mussten wir eine neue Kapitänsbinde herstellen lassen.
— Eintracht-Interimstrainer Charly Körbel über den Kapitänswechsel von Uli Stein zu Anthony Yeboah.