Der FC Bayern kontrollierte das Match gegen die Roma und krönte sich vorzeitig zum Sieger der Gruppe E. Schalkes Defensive war in Lissabon überfordert. Die 2:4-Niederlage war ein Dämpfer; das Weiterkommen in der Gruppe G blieb offen.
Als Slimani nach einer Flanke Aogos den Ball per Kopf ins eigene Tor verlängerte (17.), hatte Schalke eigentlich eine gute Basis, das Gastspiel bei Sporting aus einer verstärkten Defensive heraus zu gestalten. Aus einem Freistoß für die Portugiesen entsprang jedoch der Ausgleich: Die weite Flanke Silvas kam bei Sarr an, der aus kurzer Distanz einnickte (26.). Schon vor der Pause hätte Lissabon in der Folgezeit seine Überlegenheit in weitere Treffer ummünzen können, holte dies dann aber nach dem Seitenwechsel nach. Jefferson (52., flach ins lange Eck) und Nani (72., ohne Mühe nach Carillos starker Vorarbeit) brachten die Gastgeber mit 3:1 nach vorn, ehe Aogos Anschlusstreffer den Schalkern kurzzeitig Mut auf einen Punkterfolg machte (88.). Mit dem Kontertreffer von Slimani zum 4:2 in der Nachspielzeit zerschlug sich die Hoffnung jedoch. Schalke kreierte nur wenige eigene Chancen und offenbarte beachtliche Abwehrschwächen, die Niederlage ging deshalb in Ordnung. Da Chelsea bei NK Maribor nur 1:1 spielte, blieben in der Gruppe G noch alle Optionen offen.
Bayern Münchens erster Platz in der Gruppe E wurde dagegen zementiert. Die Münchner spielten mit dem 2:0-Sieg gegen AS Rom uneinholbare zwölf Punkte ein. Die Roma (4 Zähler), punktgleich mit ZSKA Moskau nach deren 2:1-Auswärtssieg bei Manchester City, sowie die wieder einmal in der CL maßlos enttäuschenden Citizens (2) streiten sich abgeschlagen um die restlichen Platzierungen. Ribery (38., nach Alabas feinem Querpass) und Götze (64., mit der Stiefelspitze) schossen den ungefährdeten Erfolg heraus. Schlechte Kunde erhielten die Bayern erst nach der Partie, als sich Alabas Knieverletzung als schwerwiegend herausstellte. "Ich hoffe, dass er nach Weihnachten wieder da ist", meinte Pep Guardiola. Gästetrainer Rudi Garcia schien mit dem Ergebnis, vor allem angesichts des 1:7-Debakels von Rom, nicht unzufrieden: "Bayern München ist eines der besten Teams auf der Welt. Gegen diese Mannschaft kann man nicht um den Ballbesitz kämpfen, das ist nicht möglich, vor allem nicht in München. Wir haben ihnen aber auch nicht zu viel Platz gelassen und sie haben nicht so viele Chancen herausgespielt wie im ersten Spiel."
Ach, Matthäus... was der Lothar sagt, interessiert mich nicht. Der soll bloß die Klappe halten.
— Arie Haan über Lothar Matthäus, der vermutet hatte, der niederländische Coach des VfB Stuttgart habe Eike Immel zum Rücktritt aus der Nationalmannschaft überredet, um das DFB-Team ,,bewusst zu schwächen."