Überzeugend war der 2:0-Sieg des FC Bayern in Freiburg zwar nicht, reichte aber zur Herbstmeisterschaft. Leverkusen setzte sich derweil auf Platz zwei, fegte Werder im Weserstadion mit 4:1 weg. Im Mittelfeld der Tabelle machten Stuttgart gegen Augsburg (2:1) sowie Gladbach (2:0 gegen Wolfsburg) ein paar Plätze gut. Im Spätspiel des Abends hielt Nürnberg Hoffenheim mit 4:2 auf Distanz.
Dass der FC Bayern München beim SC Freiburg bereits nach 14 Spieltagen den zwielichten Titel "Herbstmeister" klar machen würde, war keine Überraschung. Die zuletzt starken Breisgauer ließen sich anfangs nicht schocken, dafür kam es nach einer knappen Viertelstunde ganz dicke. Zuerst sprang Sorg der Ball im 16er aus Nahdistanz an den Arm und Thomas Müller verwandelte zum glücklichen 1:0 vom Elfmeterpunkt (13.). Fünf Minuten später legte Diagne die Hand auf die Schulter von Shaqiri und sah die Rote Karte. Gegen zehn laufstarke, technisch gut mitspielende Freiburger gab es für den FCB wenige Chancen, eine nutzte Tymoshchuk (80.) gegen die aufgerückte SC-Deckung zur endgültigen Entscheidung. Zuvor hatten die Hausherren auch die ein oder andere Ausgleichsmöglichkeit, aber wesentlich weniger Fortune im Abschluss.
Castro per Doppelpack (31., 52.) belegte die bessere Leistung von Bayer Leverkusen gegenüber Werder Bremen, die in der Defensive kaum sattelfest wirkten. Etwas Hoffnung kam zwar nach dem 1:2 durch Petersen (54.) für die Hanseaten auf, doch zwei weitere effektive Konter, abgeschlossen von Rolfes (74.) und Hegeler (79.) machten den Unterschied zwischen den beiden Teams an diesem Abend deutlich.
"Fußball verkehrt" dagegen zwischen Borussia Mönchengladbach und den Gästen vom VfL Wolfsburg. Aus zwei Chancen machten die Hausherren durch eine phantastische Direktabnahme Arangos die 1:0-Führung und durch Jantschke, der einen Abpraller verwertete (44.) den 2:0-Pausenstand. Das Spiel hatten allerdings größtenteils die Wölfe gemacht. In Durchgang zwei war Gladbach zwar etwas stärker, doch der VfL blieb dominierend. Einzig: vorm gegnerischen Tor gelang nichts Verwertbares. Fazit: Schmeichelhafter Dreier für die Favre-Elf.
Eng verlief auch das schwäbische Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Augsburg. Die im ersten Durchgang dominanten Stuttgarter gingen verdient durch Traore (11.) in Front, versäumten es aber nachzulegen. Ein Sonntagsschuss von Koo (44.) führte überraschend zum 1:1-Halbzeitstand. Die Entscheidung fiel in Minute 69 per Kopf durch Ibisevic, die Augsburger Schlussoffensive verpuffte.
Der 1. FC Nürnberg startete bestens gegen 1899 Hoffenheim, ging durch einen Kiyotake-Freistoß in Führung (6.). Die Gäste steigerten sich: Schipplock traf zum 1:1 (33.), doch Nilsson (43.) stellte den alten Abstand wieder her. Ein Fehler von Compper schien bereits alles klar zu machen, denn Polter nutzte die Chance (69.). Erneut kam 1899 heran (81., Salihovic, Handelfmeter), doch Kiyotakes Solo mit krönendem Abschluss zum 4:2 entschied die Partie endgültig (86.).
Eigentlich war es ja schon mein zweites, aber das erste war ein Eigentor.
— Kevin Hofland nach seinem ersten Bundesliga-Tor