Bayern (noch nicht ganz) Meister

von Günther Jakobsen17:34 Uhr | 22.03.2014

Weil Schalke gegen Braunschweig (3:1) und Dortmund in Hannover (3:0) siegten, musste der FC Bayern (2:0 in Mainz) seine heute mögliche Meisterschaft vertagen. Stuttgart holte wie Freiburg am Vortag (3:1 gegen Bremen) in einem Kellerduell (1:0 gegen den HSV) wichtige Punkte, während sich Wolfsburg und Augsburg (1:1) im Kampf um die europäischen Plätze gegenseitig ausbremsten.

Bis zur 82. Spielminute konnte der stark verteidigende 1. FSV Mainz 05 im Heimspiel gegen den FC Bayern München ein 0:0 halten. Dann köpfte Bastian Schweinsteiger eine Shaqiri-Flanke zum 1:0 für den Favoriten ins Netz. Choupo-Moting hatte in der 46. Minute per Lattenkracher eine der wenigen 05er-Chancen vertan, während der eingewechselte Götze nach Vorarbeit von Ribery den Schlusspunkt setzte (86.). Die Meisterschaft kann der FCB aber erst am kommenden Spieltag dingfest machen, da Schalke und der BVB punkteten.

Der FC Schalke 04 machte sich das Leben gegen Eintracht Braunschweig am Ende noch unnötig schwer, hatte schließlich durch Goretzka (17.) und Huntelaars abgefälschten Freistoß (66.) eigentlich schon verdient und sicher geführt. Dann aber fälschte auch Kessel ein Freistoß von Elabdellaoui zum 1:2 (81.) ab, und die Eintracht wurde plötzlich gefährlich. Ein letzter Konter, den Szalai glücklich in der Nachspielzeit zum 3:1 abschloss, beendete das Zittern der Königsblauen erst Sekunden vor dem Abpfiff.

Auch Borussia Dortmund trug mit seinem 3:0-Erfolg bei Hannover 96 dazu bei, dass der FC Bayern noch nicht feiern durfte. Hummels besorgte das 1:0 für die Gäste nach einer Kopfballvorlage seines Innenverteidiger-Kollegen Sokratis (43.) sowie Lewandowski, nach schönem Solo gegen drei 96er, erzielten die Vorentscheidung (52.). Der nach seiner Verletzung eingewechselte Reus vollendete zum 3:0 in der Nachspielzeit gegen sturmschwache Gastgeber, die alle drei etatmäßigen Spitzen Rudnevs, Diouf und Sobiech ersetzen mussten.

Ein mäßiges Spiel sahen weit über 50000 Besucher zwischen dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV, der bis zur Gelb-Roten Karte von Calhanoglu (53.) die besseren Ansätze zeigte. Danach wurden die Schwaben (erstmals unter der Betreuung von Huub Stevens) besser und nutzten eine der wenigen Möglichkeiten der Partie zur Führung durch den eingewechselten Maxim (69.). Es war der erste Sieg des VfB nach zuvor zehn Partien ohne Dreier.

Wahrlich keine Fußballfeinkost boten der kriselnde VfL Wolfsburg und der weiterhin recht selbstbewusste FC Augsburg im Kampf um die europäischen Ränge. Augsburg legte mit seiner ersten Chance durch Tobias Werner (43.) vor und hielt den VfL lange Zeit gut vom eigenen Tor weg. Dann aber platzierte Rodriguez eine Flanke auf den Kopf von Olic, der zum 1:1 traf (81.). Ein wenig hilfreiches Ergebnis auf dem Weg nach Europa für beide Teams.

Aufgrund einer sehr dürftigen Leistung musste Werder Bremen beim SC Freiburg am Freitagabend die Punkte abgeben und steckt wieder mitten im Abstiegskampf - vor allem wenn man das Restprogramm betrachtet. Die Breisgauer gingen durch einen Kunstschuss von Schuster in Front (15.) und beherrschten die harmlosen Gäste überaus sicher. Ein Doppelschlag durch Klaus (53.) und dem überragenden Mehmedi (59.) zum 3:0 brachte die verdiente Vorentscheidung, die auch durch den Gegentreffer von Petersen (70.) nicht mehr ins Wanken geriet.



Das ist wohl die neue Generation, jeder will einen größeren Schwanz haben als der Andere.

— Leverkusens Torhüter Lukas Hradecky über Rudelbildung auf dem Spielfeld nach der Partie gegen die AS Monaco (2:3).