Gegen harmlose 96er hatte der FC Bayern keine Probleme, ein 4:0 einzufahren. Derweil patzte nicht nur Bayer beim 2:2 gegen Paderborn, sondern auch der BVB, der sich gegen Schlusslicht HSV sogar ein 0:1 einhandelte. Hoffenheim hielt Schalke mit einem 2:1 auf Distanz, während sich im Kellerduell Bremen und Freiburg die Punkte teilten. Am Freitagabend bezwang Hertha den VfB mit 3:2.
Von Hannover 96 war großartiger Widerstand im Spiel beim FC Bayern München nicht auszumachen. Neben vielen vergebenen Chancen nutzte der Rekordmeister je zweimal durch Lewandowski (6., 38.) und Robben (13., 79.) die herausgespielten Lücken und stabilisierte seine Führungsposition in der Liga.
Für Bayer 04 Leverkusen erwies sich Aufsteiger SC Paderborn 07 als echte Hürde. Zweimal ging der Außenseiter durch Koc (20.) und Stoppelkamp (87.) in Front, zweimal gelang es Lars Bender (42.) und Bellarabi (90.) auszugleichen. Die Zuschauer sahen eine schwungvolle, spannende Partie.
Nach dem starken CL-Auftritt kam erneut der Abfall für Borussia Dortmund im Ligaalltag. Ein Treffer von Lasogga (35.) reichte am Ende zum ersten Saisonsieg des Hamburger SV aus, da der BVB auch in der druckvollen, einseitigen Schlussphase den Ball nicht über die Torlinie der Hanseaten brachte, die damit die "Rote Laterne" abgaben.
Diese übernahm Werder Bremen, weil auch gegen den Tabellenachbarn SC Freiburg nur ein 1:1 heraussprang. Die Breisgauer waren durch einen Foulelfmeter von Darida (8.) in Führung gegangen, di Santo (31.) gelang nur noch der Ausgleich, obwohl die Norddeutschen große Teile der Partie bestimmten.
Ungeschlagen blieb 1899 Hoffenheim auch im Heimspiel gegen den FC Schalke 04, weil das Spiel der Gastgeber mehr Struktur besaß und S04 viel zu spät zum Gegentreffer kam, zudem ab der 75. Minute ohne den mit der Gelb-Roten Karte bedachten Matip auskommen musste. Elyounoussi (13.) und Szalei (29.) hatten den Vorsprung für die Sinsheimer herausgeschossen, Huntelaar (83.) war nur noch der Anschluss gelungen.
Äußerst spannend ging es auch zwischen Hertha BSC und dem VfB Stuttgart in Berlin hin und her. Die Führung der Schwaben durch Leitner (5.) beantwortete die "Alte Dame" mit zwei Treffern von Kalou (22., 64.) sowie dem 3:1 durch Beerens (74.). Wagners Kopfballeigentor (83.) brachte den VfB nochmals zurück, doch die Hausherren hielten den Vorsprung bis in den Zieleinlauf.
Diese Ruuudi-Ruuudi-Rufe hat es früher nur für Uwe Seeler gegeben.
— Gerd Rubenbauer