Die beiden Favoriten der ersten Viertelfinalspiele, Bayern München und der FC Barcelona, mussten in den Hinspielen feststellen, dass ihre Gegner Manchester United und Atletico Madrid ganz explizite Hürden darstellen.
Wie zu erwarten spielte der FC Bayern München auch bei Manchester United im CL-Viertelfinal-Hinspiel von Beginn an dominant und mit überwiegendem Ballbesitz auf. Noch öfter als im Verhältnis 4 zu 1 lief die Kugel durch die Reihen der Bajuwaren, wogegen sich der Gastgeber tief in der Abwehr einigelte. Während der FCB durch Müller und Robben in der ersten halben Stunde zwei gute Chancen ausließen, hatte United durch den flinken Welbeck die beste Möglichkeit vor der Pause, doch der Konter endete beim starken Torwart Neuer (40.). Nach 58 Minuten ging Manchester sogar durch einen Kopfball von Vidic nach einer Ecke von Rooney überraschend in Führung (58.). Neun Minuten musste der FC Bayern jedoch nur warten, ehe Schweinsteiger nach einer feinen Ablage des eingewechselten Mandzukic ins linke obere Dreieck des United-Gehäuses traf (67.). Bis zum Schluss machten die Bayern zwar das Spiel, doch Robben schoss knapp vorbei (78.) und das Moyes-Team blieb mit schnellen Kontern immer präsent. Zum Schluss sah der bereits verwarnte Schweinsteiger nach einem Foul an Rooney die Gelb-Rote Karte und fehlt somit im Rückspiel.
Zum vierten Pflichtspiel in dieser Saison standen sich der FC Barcelona und Atletico Madrid im CL-Viertelfinale gegenüber. Auch in diesem Aufeinandertreffen gab es keinen Sieger. Barca tat sich von Beginn an gegen die mit unbequemen Forechecking agierenden Gäste überaus schwer. Nachdem Villa eine Riesenchance gegen seinen Ex-Verein ausgelassen hatte (5.), gelang es den Hausherren nur langsam ins Spiel zu kommen. Mit Pique (12.) und Diego Costa (29.) mussten beide Seiten zudem aus Verletzungsgründen früh auf zwei wichtige Akteure verzichten. Großchancen blieben vor der Pause ebenfalls rar. Ausnahme: ein Messi-Kopfball (41.). Die Teams neutralisierten sich auch nach dem Seitenwechsel über weite Strecken. Daran änderte sich auch nichts als Atletico durch den eingewechselten Diego, der mit einem Schuss aus 22 Metern grandios traf, 1:0 in Front ging (56.). Erst als Iniesta ein Weltklasse-Pass auf Neymar glückte, der vollendend ins lange Eck traf (71.), war die Atletico-Deckung geknackt. Danach gab es für die anstürmenden Gastgeber jedoch nur noch eine Möglichkeit für Messi, dessen Freistoß von Schlussmann Courtois allerdings gemeistert wurde (85.).
Der Druck vor uns wird größer mit jedem Punkt, den wir holen.
— Martin Schmidt, Sportdirektor bei Mainz 05, über die Situation im Bundesliga-Abstiegskampf.