In den drei abschließenden Spielen des 14. Spieltages kamen die Gastgeber zu mehr oder minder souveränen Erfolgen, auch wenn nur Frankfurts Sieg über Bremen deutlich ausfiel. Der FC Bayern wirkte gegen Leverkusen nur kurzzeitig verwundbar.
Eine Halbzeit lang konnte Leverkusen die Sache im Topspiel offen halten. Nachdem Riberys Volleyabnahme jedoch die Bayern mit 1:0 in Führung gebracht hatte (51.), setzten sich die Hausherren spielerisch klar durch und gaben den Takt vor. Weitere Tore fielen in der flotten, aber chancenarmen Partie nicht; Lewandowski ließ nach einer knappen Stunde aus kurzer Distanz eine Riesenmöglichkeit auf 2:0 zu erhöhen ungenutzt. "Bis auf die ersten zehn Minuten haben wir keine Chancen zugelassen. Das war sehr gut von meiner Mannschaft, weil ich weiß, wie stark Bayer Leverkusen ist, wie gefährlich sie sein können", war Pep Guardiola mit der Vorstellung des Tabellenführers zufrieden. Sieben Punkte Vorsprung (36 Zähler) zum zweitplatzierten VfL Wolfsburg unterstrichen die Dominanz der Bayern in der Liga überdeutlich.
Der Hamburger SV war vor eigenem Publikum gegen den FSV Mainz das bessere Team - der 2:1-Sieg somit vollauf verdient. Die Hanseaten konnten sich bis auf einen Zähler an die 05er, die nun schon sechs sieglose Spiele am Stück produzierten, heranpirschen. "Wir haben viel zu spät die richtige Einstellung und Herz gezeigt", drückte FSV-Coach Kasper Hjulmand seine Enttäuschung aus. Grund zur Freude hatte der Brasilianer Cleber, der auch dank seines Führungstreffers (32.) das erste persönliche Dreipunkte-Erfolgserlebnis beim HSV auf dem Platz feierte. Van der Vaarts Elfer (54.) sicherte den Vorsprung, Okazakis 1:2-Anschluss (89.) hatte nur statistischen Wert. Im zweiten Sonntagsspiel versenkte Eintracht Frankfurt den SV Werder mit 5:2. "Wir sind normalerweise nicht so naiv wie in diesem Spiel. Das zweite Tor war der Knackpunkt", analysierte Viktor Skripnik. Tatsächlich sah Werder-Torwart Wolf, der sich in dieser Szene verletzte und ausschied, beim zweiten Frankfurter Treffer nicht gut aus. Die Eintracht, mit dem zweifachen Torschützen Alex Meier, musste bei ihrem dritten Sieg in Folge keine Bäume ausreißen, um zu gewinnen.
Das ist einer, der kann saufen, raufen und Kinder zeugen - wie Dschingis Khan.
— Max Merkel über Udo Lattek.