Bei den "Fohlen" läuft´s rund

von Günther Jakobsen14:53 Uhr | 03.11.2014

Mönchengladbach blieb auch im zehnten Spiel ungeschlagen, feierte darüberhinaus die vereinsinterne Rekordeinstellung von 17 Pflichtspielen am Stück ohne Niederlage. Freiburg war schon glücklich, erstmals mit einem Dreier abzuschließen. Paderborn setzte sich gegen halbherzige Herthaner durch.

"Wir müssen weiter arbeiten, um unsere Chancen besser zu nutzen", mahnte Lucien Favre. Ansonsten hatte Mönchengladbachs Coach, der seinen 57. Geburtstag feierte, nichts einzuwenden beim 3:1-Erfolg über 1899 Hoffenheim. "Natürlich bin ich zufrieden. Es war klar verdient. Wir haben jetzt 20 Punkte, das ist fantastisch." In der ersten Halbzeit konnte von einem attraktiven, ausgeglichenen Duell gesprochen werden. Mit einem tempostarken Vorstoß - Herrmann flankte von links auf den mitgelaufenen Hahn - gingen die Hausherren in Führung (12.). Den Gästen gelang in der 30. Minute nach guter Kombination durch Modeste der Ausgleich, doch Gladbach konterte umgehend: Hahn spielte über rechts auf Herrmann, der aus kurzer Distanz das 2:1 markierte (32.). In der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber die Partie dann im Griff. Als 1899-Torwart Baumann einen Freistoß Nordtveits nicht kontrolliert wegfausten konnte, war Herrmann zur Stelle und staubte zum 3:1-Endstand ab (52.). Tabellarisch machte Gladbach trotz des Sieges einen Rückschritt (von Platz zwei auf drei), da die punktgleichen Wolfsburger (4:0 beim VfB Stuttgart) eine bessere Torbilanz erreichten. Hoffenheim, zuvor punktemäßig auf Augenhöhe, wurde jedoch ein wenig distanziert.

In den beiden nachfolgenden Sonntagsspielen genossen die Aufsteiger Paderborn und Köln Heimrecht, doch nur der SCP konnte seinem Publikum einen Sieg schenken. Gegen enttäuschende Gäste aus Berlin gewann André Breitenreiters Team glatt mit 3:1. Bakalorz ballerte die Kugel aus 14 Metern erstmals in Herthas Maschen (28.); nach der Pause setzten Kachunga (52., per Kopf) und Meha (76.) nach. Kalou hatte zwischenzeitlich Herthas Ausgleich herausgeköpft (41.). Jos Luhukay vermisste bei seiner Elf das leidenschaftliche Engagement: "Wir hätten in der Tabelle einen Sprung machen können. Aber wenn man so spielt, hat man nicht mehr verdient." FC-Trainer Peter Stöger hatte ebenfalls Ansatzpunkte, die 0:1-Niederlage der "Geißböcke" gegen den SC Freiburg zu erklären: "Die Ideen bei Ballbesitz waren mangelhaft, auch in der Defensive hat nicht alles gestimmt." Die Breisgauer kamen durch einen von Darida verwandelten Handelfmeter (50.) zum ersten Saisonsieg. Als Köln in der Schlussphase öffnete, hätte der SC mit seinen Kontern erhöhen können, war dann aber auch mit dem knapp eingefahrenen Dreier zufrieden.



Wir haben gar keinen Fernseher, auf dem die Farbe Gelb abgespielt werden kann.

— Schalke-Coach Jens Keller auf die Frage, ob er seinen Spielern als Vorbereitung auf die CL-Partie gegen Real Madrid TV-Bilder vom 4:1 des BVB gegen die Spanier im Jahr davor zeigt