Für den höheren Ballbesitz konnte sich Schalke nichts kaufen. Chelsea steckte seinen Erfolgsweg früh ab und spielte seine größere Abgezocktheit gnadenlos aus. Der 3:0-Sieg der "Blues" war vielleicht zu hoch, der berechtigte Erfolg der Gäste stand indes nicht zur Debatte.
Chelseas Matchwinner Fernando Torres relativierte: „Man muss ehrlich sagen, dass das Ergebnis nicht ganz den Spielverlauf wiedergibt. Das Spiel war viel ausgeglichener“. Nichtsdestotrotz musste aber auch festgehalten werden, dass das Konzept der „Blues“ komplett aufging. Zu Beginn der Partie entwickelten die Gäste Druck auf das Tor der Schalker und hatten das Glück, dass Torres nach einem Eckstoß bereits in der 5. Minute zur 1:0-Führung einköpfen konnte. Danach verankerte sich Chelsea in seiner bekannten Defensivstellung - und Schalke musste das Spiel öffnen, gleichzeitig aber die Konter des Gegners fürchten. Nachdem der Rückstand verarbeitet war, fanden die „Königsblauen“ in die ihnen nun zugefallene Rolle hinein. Torchancen spielten sie allerdings erst ausgangs der ersten Hälfte heraus - um Cech zu überwinden reichten die Versuche allerdings nicht.
Eine Schrecksekunde in der 51. Minute: Nach Lampards Freistoß setzte Torres den Ball per Kopf an den Querbalken. Schalke rappelte sich anschließend wieder auf und verlagerte das Geschehen in die gegnerische Hälfte. Der knapp rechts vorbeigezogene Kopfball von Höwedes stellte eine ansprechende Ausgleichschance dar (67.) - nur zwei Minuten später jedoch hatte sich die Ausgangslage erheblich verschlechtert. Einen Schalker Ballverlust im Mittelfeld nutzten die „Blues“ zu einem schnellen Gegenstoß. In Bedrängnis spitzelte Oscar schließlich den Ball zu Torres, der den chancenlosen Hildebrand versetzte und zum 2:0 einschoss. Dieser Treffer wirkte tief; Schalke konnte den Hebel nicht mehr ansetzen, die Gäste in ihrer Kompaktheit zu erschüttern. Zwei Minuten vor dem Ende wurden die weit aufgerückten Gastgeber dann nochmals ausgekontert; Hazard trieb das Leder durchs Mittelfeld und ließ Hildebrand mit einem präzisen Flachschuss ins rechte Eck keine Abwehrmöglichkeit.
André Schulin
Ich werde mit Markus Münch sicher mal ein Bier trinken, aber nicht gemeinsam in den Urlaub fahren.
— Hans Meyer