Blues in der Krise

von Günther Jakobsen14:57 Uhr | 07.10.2015

Mit ManCity, Arsenal und ManUnited gibt die Premier League an der Spitze ein erwartbares Szenario wider. Chelseas Platzierung entspricht in dieser Saisonphase nicht den Erwartungen ...

Nach acht Spieltagen präsentierten sich die Premier League-Klubs von oben herab wie an einer Perlenschnur aufgezogen. Nur das Ende dieser Kette, die drei auf den Abstiegsrängen platzierten Mannschaften von Aston Villa (4 Punkte), Sunderland AFC und Newcastle United (jeweils 3), trennte eine größere Lücke. Die drei Aufsteiger, Bournemouth AFC (8), Norwich City (9) und Watford FC (10) starteten für ihre Ansprüche moderat in die Saison - was von Titelhalter Chelsea FC (8), der auf gleichem Level rangierte, wahrlich nicht behauptet werden konnte. Der 1:3-Pleite am 8. Spieltag gegen Southampton FC rückte Jose Mourinho in die Kritik. „Fragt die Spieler. Wenn sie sagen, dass sie mir nicht mehr vertrauen, wäre das der einzige Grund für mich zurückzutreten“, erklärte der Portugiese nach dem schlechtesten Saisonstart der „Blues“ seit 1978/79. „Dies ist ein kritischer Moment in der Vereinsgeschichte. Wenn sie mich entlassen, feuern sie den besten Trainer, den sie je hatten“, schob er in gewohnt bescheidener Diktion nach.

Bei den „Reds“ handelte man: Nach dem 1:1-Remis beim Lokalrivalen Everton FC musste Brendan Rodgers die Koffer packen. Seitdem kochten die Gerüchte auf Hochtouren, dass Jürgen Klopp neuer Liverpooler Trainer werden würde. Das Team von der Anfield Road wahrte als Tabellenzehnter (12 Punkte) immerhin noch Kontakt zu den internationalen Startplätzen. Arsenal FC schmetterte vor eigenem Publikum den alten Rivalen Manchester United mit 3:0 ab. Özil (7.) sowie Doppelpacker Sanchez (6./19.) trafen für die Gunners, die auf Platz zwei (16), punktgleich mit den „Red Devils“, vorrückten. Manchester City (18) machte kurzen Prozess mit Kellerkind Newcastle. Zwar konnte Mitrovic die Gäste in Führung bringen (18.), aber De Bruyne (53.) und vor allem Aguero wendeten das Blatt komplett: Der Argentinier traf innerhalb von 20 Minuten fünf Mal (42./49./50./60./62.) und war beim 6:1-Festival natürlich ´Man of the match´.



Ich habe schon bessere Spiele von meiner Mannschaft gesehen, doch die haben wir alle verloren.

— Friedhelm Funkel