Vergleichsweise unspektakulär absolvierten die Teams der Gruppen E und F ihre ersten Turnierauftritte. Spanien und Costa Rica trennten sich bei ihrem WM-Debüt mit einem 1:1-Remis.
Mit ihrem Distanztreffer aus der 29. Minute entschied Eugenie Le Sommer die Partie Frankreich gegen England. Es war ein erwarteter Erfolg, gleichwohl tat sich die Equipe Tricolore sehr schwer gegen die Kickerinnen von der Insel, deren Hauptziel es offensichtlich war, das Spiel des Gegners zu zerstören. Englands Offensive lag völlig brach; es wurden über die 90 Minuten drei Schüsse in Richtung des von Bouhaddi gehüteten französischen Gehäuses notiert, von denen jedoch keiner echte Torgefahr ausstrahlte. Frankreich übernahm somit die Führung in der Gruppe F und hielt sie, da das nachfolgende Match Kolumbien vs. Mexiko ohne Sieger blieb. Die kolumbianische Torhüterin Castano ließ sich in der 36. Minute überraschen, als Perez nach einer kurz ausgeführten Ecke aufs Tor zog und Castano das Leder erst hinter der Linie erwischte. Im weiteren Verlauf der Partie verdiente sich Kolumbien den Ausgleich, der in der 82. Minute fiel: Daniela Montoya, der zuvor ein regulärer Treffer aberkannt wurde, traf aus fast 20 Metern mit einem satten Knaller unter die Querlatte.
Brasilien setzte sich erwartungsgemäß an die Spitze der Gruppe E. Gegen Südkorea kam der Gruppenfavorit zu einem 2:0-Arbeitssieg. Ein Lattenschuss von Fabiana (3.) symbolisierte früh den Erfolgswillen der Südamerikanerinnen, die aber erst zu einem zählbaren Resultat kamen als Kim Doyeon einen schlecht getimten Rückpass spielte, den Formiga ersprintete und souverän zum 1:0 abschloss (33.). Ein feiner Erfolg für die 37-Jährige, bei ihrer sechsten (!) WM-Teilnahme. Ins Rekordbuch trug sich anschließend auch ihre Teamkollegin Marta ein, die mit einem verwandelten Foulelfmeter (53.) die alleinige Führung in der WM-Torschützenliste übernahm. Sie übertraf damit Birgit Prinz (14 Tore). Das andere Gruppenspiel endete 1:1-Unentschieden. Spanien dominierte zwar weitgehend das Match gegen Costa Rica und legte auch eine 1:0-Führung vor (13., Losada); quasi im Gegenzug jedoch spielten sich die Ticas über links zügig durch und Cedeno drückte in der Mitte aus sechs Metern problemlos ein (14.).
Dieser Konzern schädigt die Umwelt und seine Mannschaft den Fußball.
— Ewald Lienen, Gladbach, nach einem 2:3 bei Bayer 04 Leverkusen.