Augsburg verpasste es, gegen Frankfurt die Rückrunde optimal fortzusetzen. Werder Bremen jedoch zog durch, holte seinen dritten Dreier und rückte in die vordere Tabellenhälfte auf. Hamburg stand im Spiel gegen Hannover das Glück zur Seite.
"Hannover war uns überlegen, wir haben Glück gehabt", musste HSV-Coach Joe Zinnbauer einräumen. Seiner Mannschaft konnte im Spiel gegen Hannover 96 immerhin angerechnet werden, dass sie kämpfte und läuferisch mehr Kilometer abriss, als in jedem anderen Saisonspiel. Das bessere Spiel machten jedoch die Niedersachsen, die allerdings versäumten, sich zu belohnen: In der 25. Minute vergab Joselu eine Strafstoßchance, nachdem van der Vaart Sané gefoult hatte - Drobny parierte den Flachschuss des Spaniers. Dann widerfuhr 96-Innenverteidiger Marcelo das erste Missgeschick dieser Partie, als er einen Flankenball Stiebers unglücklich mit dem Knie als Bogenlampe ins eigene Tor lenkte (27.). Der Brasilianer war ebenfalls zuletzt am Ball, als Jansen in der 50. Minute einen Distanzschuss ansetzte: Erneut war Zieler machtlos gegen den abgefälschten Ball. Auf der Gegenseite war Marcelo am Anschlusstreffer beteiligt. Er setzte das Leder für die unermüdlich anrennenden 96er per Kopf zwar nur an den Querbalken, den Abpraller nickte dann aber Sobiech ein (65.). Mehr war für die glücklosen "Roten" jedoch nicht drin; Stindl traf in der Nachspielzeit per Freistoß noch den Außenpfosten.
Werder Bremen machte sich mit dem 2:1-Sieg über Leverkusen zum Tabellenführer der Rückrunde: Allein die Grünweißen holten alle neun möglichen Punkte nach der Winterpause. "Leider können wir noch nicht 90 Minuten marschieren", sprach Viktor Skripnik an, dass die Gastgeber nach dem Seitenwechsel praktisch durchgehend in die Defensive gedrängt wurden. An der Ergebnisschraube vermochte Bayer jedoch nicht mehr zu drehen; ein Pfostenschuss Kießlings (52.) markierte die größte Ausgleichsmöglichkeit. Ein klasse Angriffszug der Bremer, von Selke abgeschlossen (18.), hatte Werders 1:0-Führung bedeutet, die durch Junuzovics ebenfalls sehenswerten Freistoßtreffer ausgebaut wurde (29.). Kurz vor der Pause verkürzte Calhanoglu per Kopf aus kurzer Distanz (43.). Keinen Sieger gab der Vergleich FC Augsburg vs. Eintracht Frankfurt her. Dass die Gastgeber mit einer 2:1-Führung in die Pause gingen war hoch verdient. Klavan (7.) und Bobadilla (37.) hatten jeweils aus kurzer Torentfernung getroffen, auch Aigners 1:2-Anschluss (43.) fiel aus Nahdistanz, nach einem Eckstoß. Ebenso berechtigt wie Augsburgs Führung nach überlegener erster Halbzeit kam die Eintracht schließlich zum Ausgleich in der zweiten Hälfte. Meier, der schon an Frankfurts erstem Treffer beteiligt war, ließ sich nach Zambranos Steilpass nicht mehr vom Ball trennen und überwand auch Manninger zum 2:2-Endstand (70.).
Hätteste was Gescheites gelernt, wärste auch Profi geworden! Das ist die Wahrheit.
— Mario Basler in der TV-Sendung ,,Fan Talk" zu einem Studiogast.