Die Erfolge von Werder Bremen (3:1 gegen Hoffenheim) sowie Freiburg gegen Gladbach (4:2) dürften für beide Teams unter normalen Umständen der Klassenerhalt bedeuten. Schlusslicht Braunschweig musste sich am Ende doch noch dem FC Bayern mit 0:2 beugen, Mainz ergab sich dem BVB am Ende mit 2:4 und Augsburg kam gegen Hertha nicht über eine Nullnummer hinaus. Hannover hatte sich bereits am Donnerstag mit 3:2 in Frankfurt ein gutes Stück freigeschwommen.
Im ersten Durchgang sah es noch nicht wirklich nach einem Erfolg von Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim aus. Bereits nach drei Spielminuten führten die locker angreifenden Gäste durch Volland, doch ein abgefälschter 20-Meter-Schuss von Bargfrede brachte die Gastgeber zumindest zahlenmäßig auf Gleichstand (18.). Lange wog das Spiel hin und her, wobei die Sinsheimer leicht im Vorteil waren. Dann aber köpfte der starke Garcia das 2:1 für die Hanseaten (78.), Hoffenheim vergab per Foulelfmeter (Salihovic) den Ausgleich und Petersen machte in der Nachspielzeit mit dem 3:1 für glückliche Bremer den Sack zu. Werder dürfte damit nicht mehr um den Klassenerhalt bangen müssen.
Auch der SC Freiburg startet daheim gegen Borussia Mönchengladbach äußerst mäßig in die Partie und lag zur Pause verdient hinten (9., Herrmann). Ein abgefälschter Volleyschuss von Mehmedi aber brachte den Ausgleich (51.) und Daems verschossener Elfer (65.) sowie Xhakas Platzverweis (Gelb-Rot, 69.) lösten die heftige Wende in diesem Spiel aus. Sorg per Sonntagsschuss (71.), Darida mit der Vollendung des Doppelschlags (72.) und nochmals Mehmedi (87.) ließen die Freiburger Fans jubeln. Nordveidt gelang für die verbliebenen zehn Gladbacher, die vor allem die erste Halbzeit sicher beherrschten, aber viele Chancen liegen gelassen hatten, nur noch das 2:4. Auch für die Breisgauer dürfte dieser Sieg der große Schritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten.
Von allen Abstiegsbedrohten hatte Eintracht Braunschweig mit dem FC Bayern München den härtesten Klotz wegzuräumen - und scheiterte. Zwar hielt der Tabellenletzte bis zur 75. Minute ein verdientes 0:0 gegen den ausgebrannt auftretenden Meister, doch dann schlugen Pizarro (75.) und Mandzukic (86.) trocken zu und stellten ein zu erwartendes Endergebnis her.
Der 1. FSV Mainz 05 zeigte auch bei Borussia Dortmund, warum er mitten im Wettbewerb um die europäischen Plätze steckt. Das 1:0 durch Jojic (6.) konterte Okazaki (14.) genauso wie das 2:1 durch Lewandowski (18.), allerdings beim 2:1 mit großer Hilfe von Sahin (53.). Am Ende aber hatte Dortmund die Nase vorn, weil Piszczek eine Freistoßflanke von Reus per Kopf unhaltbar verlängerte (56.) und Reus vom Elfmeterpunkt den Schlusspunkt zum 4:2 setzte (79.).
Im Spiel zwischen dem FC Augsburg und Hertha BSC durften die Gastgeber am Ende froh sein, dass es zu einem 0:0 reichte, denn das Weinzierl-Team konnte kaum eine Torchance herausspielen. Da aber auch die Hauptstädter ihre wenigen Möglichkeiten in einer schwächeren Partie liegen ließen, fiel kein Tor.
Was Werder und Freiburg am Samstagnachmittag gelang, hatte Hannover 96 am Gründonnerstagabend bereits bei Eintracht Frankfurt vorgemacht. Die Niedersachsen zeigten eine geschlossene Leistung, waren gefährlich im Angriff und ließen sich auch nicht von der Aufholjagd der Hausherren aus dem Konzept bringen. Andreasen (2.), Stindl (20.) und Ya Konan (29.) trafen für die Gäste, Lanig (13.) und Meier (68.) verkürzten für die Hessen, die aber noch ein kleines Polster auf die Abstiegsränge vorweisen können.
Wir sind die beste Thekenmannschaft Deutschlands.
— Manfred Kaltz, Hamburger SV, nach dem mit 0:1 verlorenen Landesmeister-Finale gegen Nottingham Forest.