Horst Heldt blickt zurück auf auf die Hinrunde, als Schalke in Frankfurt mit Glück einen Punkt rettete: "Es war eine dieser Partien, die uns in der Hinserie zur Weißglut gebracht haben. Wir haben unsere Lehren daraus gezogen. Ich hoffe, dass wir jetzt anders auftreten." Die Kontrahenten des Freitagsspiels stehen relativ gesichert da: Schalkes direkte CL-Teilnahme sollte gewährleistet sein, während die Eintracht dem Ziel ´Klassenerhalt´ sehr nahe gekommen ist.
Die meistbedrohten Teams treten allesamt am Samstag an. Das Abstiegskampf-Highlight ist in Hannover zu erwarten, wo die 96er den Hamburger SV, nebst seinem neuen Coach, dem langjährigen Hannoveraner Übungsleiter Mirko Slomka, erwarten. Die "Roten" stehen angesichts dieser schwierigen Partie vor nicht unerheblichen Personalproblemen, da Tayfun Korkut auf die gesperrten Hoffmann und Huszti verzichten muss, zudem mit Diouf (Schulter-OP) ein wertvoller Angreifer verletzt ausfällt. Genauso wichtig ist die Partie SC Freiburg vs. Eintracht Braunschweig für die beteiligten Klubs. Die Breisgauer kamen bislang ein wenig erfolgreicher durch die Rückserie (15 Punkte) als die "Löwen" (14), die jedoch aus ihren letzten drei Spielen beeindruckende sieben Punkte generierten und eine relle Chance haben, die "rote Laterne" abzugeben. Sogar ein Absprung aus der Abstiegsregion ist möglich. Dieses glückte dem VfB am vergangenen Wochenende, doch die Hürde des 30. Spieltags - das Gastspiel der Schwaben in Mönchengladbach (gemeinsam mit Schalke das zweitbeste Heimteam) - erscheint recht hoch. Ähnlich kompliziert kommt Nürnbergs Auswärtsaufgabe in Wolfsburg daher. "Ich bin nicht unzufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft, aber es geht jetzt um Resultate", betont Gertjan Verbeek. Bremen schließlich, auch noch nicht gänzlich frei von allen Abstiegssorgen, muss bei den noch auf einen Europa League-Platz peilenden Mainzern auflaufen. "Wir haben Bremen zu Hause nie geschlagen. Etwas, was wir unbedingt ändern wollen“, ist Thomas Tuchel erpicht darauf, seine schwarze Serie gegen die "Grünweißen" zu beenden.
Der deutliche Leistungsunterschied in der Liga, inklusive Bayerns bereits perfekter Meisterschaft, rauben dem Duell FCB gegen Borussia Dortmund etwas an Spannung. "Wenn wir gegen den BVB ein bisschen ruhiger machen wollen, haben wir keine Chance", beugt Pep Guardiola allerdings der Annahme vor, die Münchner würden diesem traditionell heißem Bundesligaduell gelassen gegenüberstehen. "Das ist speziell", meint der Spanier. Sascha Lewandowski wurde von Bayer Leverkusen speziell mit der Aufgabe betreut, in den letzten fünf Spielen den Abwärtstrend zu stoppen und möglichst noch die CL-Qualifikation zu sichern. "Wir wollen unsere Flexibilität erhöhen ...", schließt er vor dem Spiel gegen Hertha BSC auch eine Systemumstellung nicht aus. Im zweiten Sonntagspiel zwischen Hoffenheim und Augsburg sind es die Gäste, die mehr zu verlieren haben. Der FCA kann sich bei einem Erfolg noch Hoffnungen auf das Erreichen der Europa League machen.
Ich glaube, ich hatte noch nie einen Mitspieler, der so viele Tore verschuldet hat wie er und trotzdem immer gesetzt war.
— Paul Scharner über Heiko Westermnann, seinen ehemaligen Teamkollegen beim HSV