BVB-Chance trotz Niederlage intakt

von Günther Jakobsen13:35 Uhr | 25.02.2015

Der BVB konnte im Achtelfinalhinspiel bei Juventus Turin eine phasenweise gute Leistung anbieten, verdarb sich jedoch aufgrund mangelnder Kompaktheit in der Defensive ein besseres Resultat. Manchester City musste eine Heimpleite gegen Barca hinnehmen.

Dortmund kassierte in Turin eine 1:2-Niederlage, die für das Rückspiel noch alle Optionen offen hielt. Abwehrpatzer hüben wie drüben begünstigten die Trefferfolge, die in der 13. Minute begann, als der BVB einen Konter des italienischen Serie A-Tabellenführers nicht stoppte. Moratas Flanke vor Weidenfellers Kasten konnte der BVB-Schlussmann nur noch mit den Fingerspitzen zur Seite lenken - für den mitgelaufenen Tevez war es jedoch kein Problem, den Abpraller aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken. Auch Juventus zweites Tor, diesmal stand Morata völlig frei im Zentrum, fiel, nachdem eine Flanke von links nicht verhindert wurde (43.). Borussias zwischenzeitlicher Ausgleich gründete auf einem unerwarteten Ballverlust der Gastgeber, als Chiellini wegrutschte, Reus das Leder aufnahm und Buffon von der Strafraumgrenze keine Abwehrchance ließ (18.). Dortmunds starke Vorstellung nach dem Ausgleichstreffer zeigte, dass der BVB die Turiner vor große Probleme stellen kann. Die Italiener hatten allerdings nach dem Seitenwechsel mehr Torgefahr zu bieten und kamen einem dritten Treffer nahe: Der knappe Sieg ging dementsprechend in Ordnung.

Zur gleichen Zeit sicherte sich der FC Barcelona eine ideale Voraussetzung, um sein Achtelfinalduell gegen Manchester City erfolgreich abzuschließen: Im Etihad Stadium kam das Team von Luis Enrique zu einem 2:1-Erfolg; ein Doppelpack durch Suarez ließ die Spanier bereits zur Pause verdient führen (16./30.). Am Ende hätte es sogar noch deutlicher ausgehen können, doch Messi scheiterte in der Nachspielzeit mit einem schlecht platziert geschossenen Foulelfmeter an ManCity-Keeper Hart. Den Abpraller köpfte der Argentinier neben den Kasten. Dass Aguero durchsetzungsstark noch den Anschluss markiert hatte (70.), ließ den Briten noch etwas Hoffnung. Manuel Pellegrini: "Die Ausgangslage für das Rückspiel ist wahrlich nicht perfekt. Wenn wir dort aber als Team auftreten, dann ist noch alles möglich."



Rudi Assauer und ich mussten mit schusssicheren Westen auf der Bank sitzen.

— Schalkes Jahrhundert-Trainer Huub Stevens über die Zeit nach dem UEFA-Cup-Sieg.