BVB couragiert raus, Chelsea spät weiter

von Günther Jakobsen12:36 Uhr | 09.04.2014

Sein wohl bestes Saisonmatch legte der BVB im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid hin, schied aber dennoch knapp aus. Ohne Ibrahimovic enttäuschte Paris derweil beim FC Chelsea, wäre aber trotzdem fast noch weitergekommen.

Nach einem unglücklichen Handspiel von Piszczek im Strafraum wäre Borussia Dortmund beinahe hoffnungslos in die Partie gegen Real Madrid gestartet, doch Torwart Weidenfeller parierte den Elfmeter von di Maria (17.). Nach dieser Aktion startete der BVB in seine vielleicht beste halbe Stunde in dieser Spielzeit, attackierte früh und erfolgreich und setzte den ohne den angeschlagenen Cristiano Ronaldo aufgelaufenen Favoriten massiv unter Druck. Zuerst vergab Mkhitaryan eine Großchance (19.), doch wenig später preschte Reus in eine zu kurz geratene Rückgabe Pepes, überlief Schlussmann Casillas und netzte zur Führung ein (24.). Die Madrilenen zeigten weiterhin große Schwächen gegen die aggressiven Hausherren. Hummels vergab das 2:0 noch, doch kurz darauf war Reus nach einem Pfostenschuss von Lewandowski erneut zur Stelle und traf zum zweiten Mal (37.). Allerdings wurde Real nach der Pause wesentlich stärker, hatte zweimal durch Bale und einmal durch Benzema das 1:2 auf dem Fuß (49., 59. sowie 64.), doch dann rafften sich die Borussen wieder auf. Zwei Riesenchancen für Mkhitaryan (65., Pfosten; 68., Parade Casillas) und eine weitere für Großkreutz (70., wieder hielt Casillas glänzend) hätten eigentlich für ein 3:0 ausreichen müssen, doch Real überstand diese Phase. Am Ende hatten die Gäste noch zwei gute Kontermöglichkeiten, doch ein Treffer fiel nicht mehr. Dortmund war somit trotz einer sehr starken Leistung vor eigenem Publikum im Viertelfinale an der Ancelotti-Elf gescheitert.

Im Stadion an der Stamford Bridge war der FC Chelsea im anderen Rückspiel gegen Paris St. Germain (ohne seinen verletzten Star Zlatan Ibrahimovic aufgelaufen) nahezu über die gesamte Spielzeit das deutlich bessere Team. Vor allem im Angriff bekamen die Gäste aus Frankreich so gut wie nichts auf die Reihe, während die Mourinho-Truppe einzig vor dem Kasten der Gäste Schwächen zeigten. Das 1:0 gelang dem früh eingewechselten André Schürrle in der 32. Minute auf Vorlage von David Luiz, während die Londoner dann bis zur 87. Minute zittern mussten, ehe das erlösende und hoch verdiente 2:0 durch den Ex-Hoffenheimer Demba Ba gelang. Zwischendurch ließen die Gastgeber eine Reihe guter Möglichkeiten liegen, zogen aber trotz der 1:3-Hinspielniederlage nach diesem starken Rückspiel zu Recht ins Halbfinale ein.



Der liebe Gott in seinem Zorn / schickt Bielefeld statt Paderborn.

— Günter Klein (Münchner Merkur) nachdem Bielefeld mit einem 4:0-Sieg über Dynamo Dresden den Aufstieg nahezu perfekt machen konnte, während Paderborn in der 1. Liga abgeschlagen auf Rang 18 rangierte.