Werder (erster Heimsieg) und Dortmund (erster Dreier nach fünf Niederlagen) beendeten schwarze Serien, steckten jedoch weiterhin tief im Tabellenkeller fest. Am anderen Ende des Rankings profilierte sich der VfL Wolfsburg als CL-Kandidat.
Viktor Skripnik hielt den Ball flach: "Wir waren heute nicht unbedingt das bessere Team, aber das effizientere. Die beiden Tore fallen nach Standardsituationen, das erste mit Glück, das zweite war einstudiert. So sehr ich mich darüber freue, wir werden in den nächsten Wochen daran arbeiten müssen, auch spielerische Lösungen zu finden." Mit dem 2:0-Erfolg über den VfB Stuttgart reichten die Bremer die rote Laterne und die üppigste Gegentreffer-Zahl (25) an die Schwaben weiter. Die Grünweißen stellten mit hohem läuferischen Einsatz die Räume weitgehend zu; Stuttgart wurde in der zweiten Halbzeit meistens schon im Mittelfeld gestoppt. Vor dem Seitenwechsel ließen die Gäste allerdings zwei hochkarätige Chancen aus. Eine gelungene Eckballvariante - Bartels haute den von Junuzovic flach in den Rückraum gespielten Ball direkt in die Maschen, das Leder touchierte noch den rechten Pfosten - brachte in der 57. Minute das vorentscheidende 2:0 für Bremen. Prödls Kopfball nach Junuzovics Ecke hatte die 1:0-Führung bedeutet (30.). "In der ersten Hälfte sind wir die bessere Mannschaft und müssen eigentlich den Ausgleich machen", ärgerte sich Armin Veh.
Im Nordvergleich zwischen Wolfsburg und dem Hamburger SV gab es keine Meinungsverschiedenheiten über die Berechtigung des 2:0-Sieges der "Wölfe". "Wir haben heute einen Gegner gehabt, der einfach besser war", machte es Joe Zinnbauer kurz. Im Anschluss an einen Eckstoß verlängerte Olic einen Schuss De Bruynes ins Gästetor (26.) und stellte damit den Pausenstand her. In der ersten Phase des zweiten Spielabschnitts konnte der HSV sich gut in Szene setzen und schnupperte am Ausgleich - nach Hunts 2:0-Treffer, von De Bruyne mit energischem Sololauf vorbereitet, war die Sache jedoch entschieden (64.). Die Entscheidung im Borussen-Duell zwischen Dortmund und Mönchengladbach fiel auf sehenswerte Weise - insofern ein Eigentor derart eingestuft werden kann: Nach Jantschkes Zuspiel wollte Kramer den Ball - Torentfernung mehr als 40 Meter - direkt zum einmal mehr bärenstarken Gladbach-Keeper Sommer zurücklegen, überlupfte den eigenen Keeper dabei allerdings (58.). "Christoph Kramer hat jetzt ungewollt einen Platz in unserer kleinen Geschichte", schmunzelte Jürgen Klopp, fand in Lucien Favre jedoch einen Gesinnungsgenossen, was das Ergebnis betraf: "Dortmund hat den Sieg verdient. Sie waren besser als wir, sie haben viel Druck gemacht." Tatsächlich produzierte der BVB reihenweise Torchancen, bedurfte aber gegnerischer Unterstützung, um zu siegen.
Es ist egal, ob man 24 Stunden am Tag arbeitet. Wenn man unter der Woche drei Purzelbäume macht und das Spiel gewinnt, hat man alles richtig gemacht.
— Nürnbergs Trainer Klaus Augenthaler nach dem 2:0 seiner Mannschaft in Leverkusen