DFB-Pokal - News

BVB siegt dank Sonntagsschuss

von Günther Jakobsen13:08 Uhr | 08.04.2015

Die Gastgeber der beiden Viertelfinals vom Dienstag erreichten mit jeweils knappen Erfolgen die nächste Runde. Dortmund musste gegen Hoffenheim in die Verlängerung.

Dortmund und Hoffenheim lieferten ein Pokalviertelfinalspiel ab, dem es, zumindest dramaturgisch, an nichts mangelte. Den offensiv agierenden Gastgebern glückte nicht unverdient der 1:0-Führungstreffer, als Subotic einen von Blaszczykowski getretenen Eckball mit langem Bein erwischte und aus elf Metern unhaltbar für Gästekeeper Baumann ins linke Eck setzte (19.). Hoffenheims Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Noch nicht einmal zwei Minuten später nahm Volland auf der Gegenseite eine Ecke von Rudy direkt: Das Leder rauschte durch eine Spielerversammlung hindurch zum Ausgleich ins Netz (21.). Die TSG präsentierte sich in der ersten Spielhälfte ausgesprochen souverän - und bissig. Als Subotic, als letztem Mann postiert, ein Stockfehler beim Stoppen des Balles unterlief, war Firmino zur Stelle, rannte auf Langerak zu und überlupfte den BVB-Schlussmann zum 2:1 für die Gäste (28.). Zur Pause ging dies Resultat in Ordnung. Zwangsweise intensivierten die Gastgeber nach Wiederbeginn ihr Angriffsspiel und wurden belohnt: Durms von rechts herein geschlagene Flanke köpfte Aubameyang wuchtig zum 2:2-Ausgleich ein (57.). Über die meiste Zeit war nun ein klares Dortmunder Übergewicht zu erkennen, allerdings erspielte sich Hoffenheim zwei gute Chancen (84., Polanski/85., Firmino), die zunächst bei Langerak und dann im Außennetz landeten.

Die Verlängerung wurde ebenfalls von den Gastgebern dominiert, doch Hoffenheims Kampfgeist ließ alle Optionen offen. Ein echter Sonntagsschuss von Kehl, der einen aus dem Gästestrafraum heraus geschlagenen Ball aus gut 25 Metern direkt abnahm, entschied schließlich. Vom rechten Innenpfosten knallte der Ball ins Tor (107.). Kampl verfehlte kurz danach die Sicherung des Erfolges, als er einen von Baumann abgewehrten Kagawa-Kopfball aus kurzer Distanz nur über den Querbalken hob (112.). Somit blieb 1899 bis zum Schluss im Spiel und hätte fast noch egalisiert, aber Beck konnte seine Kopfballchance nicht nutzen (120., drüber).
Viel schwerer als erwartet tat sich im anderen Viertelfinale des Abends der VfL Wolfsburg. Die Gäste aus Freiburg waren zu Beginn sogar die bessere Elf, mit den besseren Chancen: Benaglio hatte mehr zu tun als SC-Keeper Bürki. Das änderte sich erst gegen Ende der ersten 45 Minuten, als der VfL sich anschickte, sein größeres Potenzial auszuspielen. Bürkis starke Reaktion gegen Vieirinhas Schuss vereitelte den Rückstand (44.). Die dominanten "Wölfe" holten auch zu Beginn des zweiten Abschnittes einige gute Chancen heraus, brauchten allerdings einen Strafstoß, um das Leder zu versenken: Caligiuri ging im Sechzehner nach einem Kontakt mit Schuster zu Boden; Rodriguez hämmerte die Kugel vom Punkt in die Maschen (72.). Freiburg gab nicht klein bei, konnte zwei veritable Ausgleichsmöglichkeiten jedoch nicht nutzen.



Kaiserslautern hat halt Tore geschossen und wir nicht.

— Jens Lehmann, Schalke 04, begründet ein 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern