Celtic kippte Karaganda

von Günther Jakobsen12:55 Uhr | 29.08.2013

In den letzten fünf Play-off-Spielen konnte lediglich Celtic Glasgow für eine Überraschung sorgen, indem man gegen Karanganda einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachte. Eindhovens 1:1-Remis des Heimspiels war viel zu dünn: In Mailand steckten die Niederländer eine 0:3-Niederlage ein.

Zenit St. Petersburg fing sich auf eigenem Platz gegen den FC Pacos de Ferreira zwar zwei Gegentreffer ein. Da man jedoch doppelt so viele Tore selbst erzielte (Doppelpack durch Danny), und auch das Hinspiel bereits mit 4:1 für sich entschieden hatte, waren die späten Treffer der Portugiesen problemlos zu verschmerzen. „Es wäre natürlich toll, wenn wir auf den FC Bayern München treffen würden“, blickte Tymoshchuk, der jüngst von den Bayern zu Zenit wechselte, auf eine mögliche Begegnung in der Gruppenphase. Ein anderer zugeloster Gegner der Münchner könnte beispielsweise Real Sociedad sein. Das Team aus San Sebastian bezwang, wie schon im Hinspiel, Olympique Lyon mit 2:0. Sociedads mexikanischer Stürmer Carlos Vela erzielte beide Treffer. Den ersten noch unspektakulär, unbedrängt durch einen Kopfball nach Eckstoß (67.). Beim 2:0 in der Nachspielzeit führte Vela die Kugel jedoch aus der eigenen Hälfte, geschickt zwischen mehreren Gegenspielern lavierend, bis in den gegnerischen Strafraum und überwand auch noch Lyons Schlussmann Lopes.

Europapokal-Dramatik auf die Spitze getrieben: Neil Lennons „Bhoys“ drehten im heimischen Celtic Park den 0:2-Rückstand des Hinspiels nach einem Sturmlauf gegen Schachtjor Karaganda in der Nachspielzeit um: Forrest brachte das Leder in der 92. Minute zum 3:0 im Gästetor unter - und das Stadion tobte. Commons, mit einem feinen Distanztreffer (45.) und Samaras (48.) markieren Celtics erste Tore. NK Maribor leistete sich einen Fehlstart: Die Slowenen kassierten bereits in der 3. Spielminute den 0:1-Rückstand (Tecl) gegen Viktoria Pilsen, der die ohnehin schwierige Aufgabe, die 1:3-Hinspielniederlage aufzuholen, erschwerte. Weitere Treffer fielen nicht; Pilsen brachte den Vorsprung weitestgehend souverän über die Zeit. Milans Torwart Abbiati hatte neben den Torschützen Boateng (9./77.) und Balotelli (55.) ebenfalls seinen guten Anteil daran, dass man sich letztendlich deutlich mit 3:0 gegen PSV Eindhoven durchsetzte. Mit besserer Chancenverwertung hätten die Niederländer dem siebenmaligen, italienischen CL-Gewinner durchaus Probleme bereiten können. „Uns fehlte der Killerinstinkt“, ärgerte sich PSV-Verteidiger Bruma berechtigt.

André Schulin



Irgendwann ist das Fass voll.

— Nationalspieler Timo Werner nach zwei Toren in Nordmazedonien und der zuvor an seiner Person geäußerten Kritik.