Chance für die Enttäuschten

von Günther Jakobsen16:39 Uhr | 05.10.2012

Die im Europapokal aktiven Bundesligaklubs hatten unter der Woche überwiegend unbefriedigende Auftritte. Eine Wiedergutmachung in der Bundesliga dürfte für sie während dieser englischen Wochen allerdings nicht so einfach sein. Die unbesiegten Aufsteiger Frankfurt und Düsseldorf spielen auswärts.

Keine einfache Situation für den FC Augsburg, der am Freitag im Heimspiel gegen den SV Werder den Spieltag eröffnet. Jentzsch, Koo und Philp fehlen dem Tabellenschlusslicht auf jeden Fall, die Vollzeit-Einsätze von Callsen-Bracker, Mölders und Oehrl sind nicht gesichert. „Wir dürfen Werder Bremen nicht ins Spiel kommen lassen“, legt Markus Weinzierl Wert darauf, dem Potenzial, das die Gäste schon mehrfach während der Saison andeuteten, einen Riegel vorzuschieben. Thomas Schaaf weiß, dass seine Grünweißen als Favorit gesehen werden. „Das Team hat noch nicht gezeigt, was sie können“, weist er jedoch darauf hin, dass der FCA zu einer Steigerung fähig ist, und als Warnung an die eigene Adresse: „Wir können nicht behaupten, in den letzten Partien alles richtig gemacht zu haben.“

Zumindest in der Bundesliga hat der FC Bayern bislang sein Soll erfüllt. Im Heimspiel gegen Hoffenheim muss man allerdings immer noch auf Robben verzichten (Oberschenkel-Probleme) und eventuell auch auf Ribery (Muskelverhärtung). Für die Gäste gab es bislang in München nichts zu holen, alle vier Erstligapartien gingen verloren. Mehr Nackenschläge als erwartet bezog der VfL Wolfsburg bislang. Für das Gastspiel beim FC Schalke wären taktische wie auch personelle Veränderungen deshalb nicht ausgeschlossen. Ein Stürmer darf sich laut Felix Magath Hoffnung auf eine neue Chance ausrechnen: „Srdjan Lakić hat mich nach seiner Denkpause am vergangenen Wochenende im Training mit guten Leistungen überzeugt und wird daher aller Voraussicht nach am Samstag wieder dabei sein.“ Eine Bundesligapaarung - abgesehen von den Spielen mit Fürther Beteilung - gab es noch nie: FSV Mainz gegen Fortuna Düsseldorf. Die Fortuna reist als eines der drei noch ungeschlagenen Teams in die Coface-Arena. Auf die Frage, ob dieser gute Start des Aufsteigers, wie einst nach Vorbild der Lauterer, mit dem Titelgewinn enden könnte, wehrte Norbert Meier energisch ab: „Das schließe ich kategorisch aus.“ Der Düsseldorfer Coach muss in Mainz ohne Soares, Reisinger und eventuell Malezas (Rückenproblem) planen. In den beiden anderen Samstagsspielen hoffen der SC Freiburg (gegen den 1. FC Nürnberg) und die SpVgg Greuther Fürth (gegen den HSV) mit Heimerfolgen ihr dürftiges Punktkonto aufzubessern.

Am Sonntag haben dann die abgewatschten EL-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach (gegen Eintracht Frankfurt) und VfB Stuttgart (gegen Bayer Leverkusen) die alles andere als einfachen Aufgaben, ihr Europapokal-Stimmungstief mit Bundesligaheimsiegen zu kompensieren. Das Topspiel wird jedoch in Hannover angepfiffen, wo die „Roten“ die „Schwarzgelben“ empfangen. Gündogan kann aufgrund seiner Blessuren (Stauchung) aus dem ManCity-Spiel nicht mitwirken, auch Hummels’ (Beckenprellung) Einsatz ist fraglich. „Es hat sich über Nacht verbessert, aber es ist noch nicht perfekt“, berichtete Jürgen Klopp zum Genesungsstand des BVB-Innenverteidigers.



Sie haben uns mit ihren schnellen Leuten den Arsch aufgerissen.

— Gladbach-Sportdirektor Max Eberl nach 1:5 gegen Bayer Leverkusen.