Der FC Bayern ging als Favorit in das Duell mit Donezk; die torlose Punkteteilung des Hinspiels konnte daher nur dem Mindestanspruch gerecht werden. Chelsea kam einmal mehr mit defensiver Stärke und einem guten Schlussmann zum Teilerfolg.
Dass Schachtar Donezk schon aufgrund seiner fehlenden Wettkampfpraxis im Defensiv-Modus agieren würde, durfte erwartet werden. Die Münchner sicherten sich deshalb von Beginn an die Majorität der Spielanteile. Mit dem Herausspielen echter Torchancen tat sich Pep Guardiolas Ensemble jedoch sehr schwer. Schweinsteiger in der Eröffnungsphase (2.) und Müller mit zwei weiteren Versuchen im Verlauf der ersten Hälfte stellten noch die einzige Bedrohung für Schachtars Kasten dar. Die Ukrainer setzten auf Konter. Ansatzweise konnten sie damit beeindrucken - richtig geprüft wurde Neuer allerdings nicht. Die Partie bekam ein anderes Gesicht, als Xabi Alonso vom Platz musste (65., Gelb-Rot). Donezk wurde vorübergehend bestimmend, schaffte es jedoch ebenso wenig wie die Bayern, daraus entscheidend Kapital zu schlagen. Der FCB richtete sich in seiner Unterzahl ein und ließ nichts mehr anbrennen. Es blieb beim 0:0, was Matthias Sammer nicht unberechtigt als "gefährliches Resultat" für das Rückspiel bezeichnete.
Ein noch gefährlicheres Resultat handelte sich Paris St. Germain ein. Die Franzosen kamen auf eigenem Platz gegen Chelsea FC ebenfalls zu einer Punkteteilung, wobei das 1:1 den Briten einen leichten Vorteil bescherte. Eine feine Aktion der "Blues" brachte unerwartet die Gästeführung, nachdem Ivanovic von Cahills Hacken-Vorlage profierte und aus kurzer Distanz einköpfte (35.). PSG hatte weitaus mehr Torchancen, scheiterte aber - auch vermehrt noch nach dem Seitenwechsel - am stark reagierenden Chelsea-Keeper Courtois. In der 54. Minute jedoch war selbst der gut aufgelegte Belgier machtlos: Cavani stand sträflich vernachlässigt im Sechzehner völlig frei und verwandelte Matuidis Flanke per Kopf zum verdienten Ausgleich. Laurant Blanc war unterm Strich mit der Leistung seiner Elf zufrieden, abgesehen von einer Sache: "Es ist ein wenig frustrierend, aber wir müssen einräumen, dass Chelsea hierher kam, um ein Auswärtstor zu erzielen und das auch geschafft hat."
Junge, hör endlich auf mit der Scheiße!
— Bayern-Bomber Gerd Müller zum Neuankömmling Karl-Heinz Rummenigge, der seine Mitspieler siezte.