Spielabbruch in Osnabrück und eine extrem dünne Trefferquote beim Elfmeterschießen in Aalen - der Abschluss der ersten Hauptrunde bescherte Ungewöhnliches. Bemerkenswert gut hielt sich St. Pauli 45 Minuten lang gegen Gladbach, aber die Gäste konnten zulegen ...
Am Montag wurden nur drei der vier noch ausstehenden Erstrundenspiele zu Ende geführt. Die Begegnung zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig musste in der 71. Minute abgebrochen werden, weil Schiedsrichter Martin Petersen von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wurde. Der Wurf kam aus der Fankurve der Osnabrücker, die zu diesem Zeitpunkt mit 1:0 führten (1., Savran). Für die Verarbeitung des Geschehens ist dieser Zwischenstand jedoch ohne Relevanz; der VfL wird für die Aktion bestraft werden. Eine Entscheidung am "Grünen Tisch" zugunsten der Leipziger, die ein Wiederholungsspiel anboten, ist nicht auszuschließen. Das Urteil des DFB-Sportgerichts wird am Freitag erwartet.
In den anderen Partien setzten sich die favorisierten Gästeteams durch. Hertha BSC gewann relativ ungefährdet bei Zweitligaaufsteiger Arminia Bielefeld mit 2:0. Zweitligist 1. FC Nürnberg hatte derweil größere Probleme, sich beim klassentieferen VfR Aalen durchzusetzen. Nennenswerte Schwierigkeiten, den Ball im fälligen Elfmeterschießen zu versenken, offenbarten beide Teams. Aalens Keeper Bernhardt konnte drei Elfer der Franken parieren - selbst das reichte jedoch nicht aus, weil vier (!) Aalener Schützen den Ball nicht aufs Tor brachten. Drexler scheiterte am Gebälk. Für Nürnberg trafen zumindest Kutschke und Schöpf, um den 2:1-Sieg i.E. festzuzurren. VfR-Akteur Klauß setzte den Aalener Treffer.
Dank einer ganz starken ersten Halbzeit, die vollauf verdient mit einer 1:0-Führung abschloss (33., Rzatkowski), durfte der FC St. Pauli von einem Erfolg gegen Mönchengladbach träumen. Nach Wiederbeginn zeigte sich der Erstligist jedoch von einer anderen Seite, baute enorm viel Druck auf und wendete das Spiel mit einem Doppelschlag (54., Stindl/56., Traore) zu seinen Gunsten. Stindl (67.) und Hazard (86.) schraubten das Ergebnis auf 4:1 hoch.
Ich denke Deutsch. Ich sehe nur ein bisschen anders aus.
— Gerald Asamoah