Der Tabellenführer nicht mehr Favorit

von Günther Jakobsen21:01 Uhr | 29.04.2014

Liverpools scheinbar gesicherte Tabellenführung wurde am 36. Spieltag erschüttert. Manchester City, der Zweitplatzierte, besetzte die beste Ausgangsposition zum Titelgewinn. Den "Gunners" dürfte der vierte Platz nicht mehr zu nehmen sein.

Ryan Giggs´ Einstand als Manchester Uniteds Interimsmanager verlief ausgesprochen erfolgreich. Durch Treffer von Rooney (41./48.) und Mata (63./73.) feierten die "Red Devils" mit dem 4:0 über Norwich City ihren höchsten Saisonsieg. Dem nach der verpatzten Saison nunmehr als Minimalziel angepeilten sechsten Rang (berechtigt für EL-Teilnahme) kam man an diesem Spieltag allerdings nicht näher, da Tottenham Hotspur bei den heimstarken "Potters" mit 1:0 gewann. Abwehrspieler Rose köpfte in der 33. Minute den Siegtreffer heraus. "Stoke war ein schweres Pflaster; sie haben erst drei Heimspiele verloren und einige prominente Skalps gesammelt ...", formulierte Hotspurs-Manager Tim Sherwood den Erfolg mit drastischer Wortwahl. Der Sechspunkte-Vorsprung zu ManUnited könnte allerdings noch halbiert werden, da Giggs` Mannen noch ein Spiel auf Hinterhand halten.

Ziemlich unangenehm für Liverpool stellte sich eine Veränderung im Titelkampf ein. Zwar behielten die "Reds" trotz der deprimierenden 0:2-Heimschlappe gegen Chelsea FC (45., Ba/90., Willian) noch die Tabellenführung. Doch Manchester Citys 2:0-Auswärtssieg bei Crystal Palace brachte nun die "Citizens" (noch ein Spiel auf Hinterhand) in eine aussichtsreiche Position. "Ich war natürlich sehr glücklich über Chelseas Sieg, aber eine Entscheidung im Titelrennen war das noch nicht", gab sich ManCity-Manager Manuel Pellegrini bedeckt. "Der einzige Unterschied ist, dass wir nun nicht mehr von anderen Teams abhängig sind", räumte der Chilene jedoch ein, dass sein Klub nun alles in eigenen Händen hielt. Dzeko (4.) und Touré (43.) waren ManCitys Torschützen. Im Spieltags-abschließenden Spiel besiegte Arsenal FC Newcastle United mit 3:0. "Es kommt darauf an, den Job zu Ende zu bringen ...", sprach Arsene Wenger darauf an, dass der Vierpunkte-Vorsprung der "Gunners" vor Everton FC (0:2 in Southampton) ins Ziel gerettet werden soll, um Platz vier zu sichern. "Wir konnten nicht kompensieren, dass wir in den Spielen gegen die großen Teams verloren haben. Deswegen haben wir es auch nicht verdient, unter den ersten Dreien zu sein", bedauerte Abwehrspieler Per Mertesacker, dass die so gut gestarteten "Gunners" vorzeitig aus dem Titelkampf ausgeschieden waren.



Es ist okay, dass nicht mehr Treffer gefallen sind. Das wäre in einer leicht zu euphorisierenden Stadt wie Dortmund nur schwer zu erklären gewesen.

— Jürgen Klopp