Japan setzte sich zurecht gegen die Niederlande durch, die durch die Niederlage ihre Olympia-Qualifikation (vorerst) verpassten. Der dritte europäische Olympiastarter, neben Deutschland und Frankreich, muss im nächsten Jahr zwischen den Niederlanden, Schweden, Norwegen und der Schweiz ermittelt werden. Japan trifft im WM-Viertelfinale auf Australien.
Als letzter Teilnehmer qualifizierte sich Japan mittels eines 2:1-Sieges über die Niederlande für das Viertelfinale. Der amtierende Weltmeister war von Beginn an überlegen und sah seine Bemühungen erstmals nach 13 Minuten belohnt: Ogimi hatte das Leder nur an die Querlatte geköpft, doch die Europäerinnen bekamen den Abpraller nicht aus der Gefahrenzone. Ariyoshi hielt aus etwa zwölf Metern per Außenrist drauf und traf unhaltbar für Geurts im holländischen Tor ins linke Eck. Weitere Chancen der Asiatinnen, nach teilweise flott durchgespielten Kombinationen, blieben bis zur Pause ungenutzt.
Auch nach dem Seitenwechsel war Japan torgefährlicher, gleichwohl hatten die von Roger Reijners gecoachten Oranje Leeuwinnen eine Doppelchance nach einem Eckstoß - Torhüterin Kaihori und Sakaguchi blockten jedoch erfolgreich ab. Ein feiner Treffer Sakaguchis, von knapp außerhalb des Sechzehners ins linke Eck gezirkelt, rundete die gute Leistung der Japanerinnen ab (78.). Kaihori leistete sich in der Nachspielzeit einen deftigen Schnitzer, als sie van de Vens harmlosen Kopfball zum 1:2 über die Linie tropfen ließ. "Die Niederlage gegen einen sehr guten Gegner geht in Ordnung", fand sich Reijners mit dem Ausscheiden ab. "Wir haben versucht, jeden Angriff mit einem Schuss abzuschließen. Das war vielleicht der Schlüssel zum Sieg", orakelte Japans Trainer Norio Sasaki über den verdienten Erfolg. "Australien ist technisch auf hohem Niveau. Seitdem ich Trainer bin, haben wir noch nie gegen sie verloren", verlor er ein paar Worte zum kommenden Gegner.
Dem Chiellini soi Schwester, die hätt' gsagt: Er wär gern gbliebe, aber der Gott des Geldes isch stärker g'wese.
— Christian Streich über den Transfer von Leonardo Bonucci von Juventus Turin zum AC Milan, 2017 und für schlanke 42 Millionen Euro.