Die Zeiten, in denen die Meisterschaft zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona entschieden wurden, scheinen vorbei. Atletico etablierte sich als dritter Wettbewerber, das Spiel gegen Barca ist ein wichtiger Eckpunkt.
Spaniens amtierender Meister Atletico Madrid segelte bisher im Windschatten Real Madrids und des FC Barcelona durch die Saison. Mehrfach klaffte bereits eine Fünfpunkte-Lücke zwischen Diego Simones Team und der Tabellenspitze, so dass in der öffentlichen Wahrnehmung schon wieder das Duell der beiden Großklubs als entscheidend betrachtet wurde - abhängen ließen sich die Rot-Weißen jedoch nie. Aktuell scheinen weder Real noch Barca ihre Topform abrufen zu können, was Atletico dazu nutzen könnte, in die Phalanx einzudringen. Den direkten Vergleich gegen Real konnte man bereits für sich entscheiden, als am 3. Spieltag ein 2:1-Erfolg im Bernabéu gelang. Nun steht das Gastspiel im Camp Nou an, wo Barca-Coach Luis Enrique verschiedenen Medienberichten zufolge nicht die Rückendeckung der kompletten Mannschaft genießt.
Barcelonas Trainer weist diese Gerüchte indes von sich: "Der Tag, an dem ich glaube dass meine Mannschaft nicht mehr zu mir steht, wird der Tag sein, an dem ich mich verabschiede." Stattdessen beschäftigt sich Enrique mehr mit dem kommenden Gegner: "In der letzten Saison zum gleichen Zeitpunkt sagte Diego Simeone, dass Atletico kein Mitbewerber für den Titel sei. Jetzt sagt er das gleiche, aber wir fallen nicht darauf rein."
Ein positiver Schub ging bei Atletico von der Rückkehr Fernando Torres`aus, dessen Karriere einst bei den Madrilenen begann. Beim 2:0-Pokalsieg, im Hinspiel gegen Real Madrid, wurde der Rückkehrer gefeiert, konnte allerdings noch nicht glänzen. "Fernando kommt nicht als eine Art Heilsbringer zu uns", schraubt Simeone die Erwartungen zurück. Er setzt darauf, dass Torres nach einer gewissen Zeit seine Angriffswucht in die Waagschale werfen wird. "Dann wird er ein Gewinn für uns sein, da bin ich sicher."
Ich höre erst auf, wenn mich der Franz und der Gerd nicht mehr mit dem Rollstuhl auf den Platz schieben können.
— Bayerns Torhüter-Denkmal Sepp Maier über das Karriere-Ende.