Eines von etlichen noch ausstehenden Schlüsselspielen im Abstiegskampf wird in Freiburg angepfiffen; Leverkusen und Gladbach liefern sich vor dem direkten Aufeinandertreffen ein Fernduell um Platz drei.
Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass in allen Spielen des 31. Spieltags noch Zündstoff steckt. Höchste Brisanz hinsichtlich des Abstiegskampfes strahlt das Duell SC Freiburg vs. SC Paderborn aus, in dem zwei stark gefährdete Teams gegeneinander antreten. "Wir treffen auf eine Mannschaft die sehr viel Erfahrung im Abstiegskampf besitzt, die eine hohe Mentalität aufweist und sicherlich auch sehr gut vorbereitet in das Spiel gehen wird", preist Gästetrainer André Breitenreiter die Vorzüge der Breisgauer. Stuttgart und Hannover müssen ebenfalls auswärts danach trachten, ihre Lage zu verbessern. Der VfB gastiert auf Schalke, wo Huub Stevens bekanntermaßen große Anerkennung genießt. "Er kennt Schalke in- und auswendig", weiß Roberto Di Matteo. Im Niedersachsen-Duell zwischen Wolfsburg und Hannover besteht eine ähnliche Konstellation: Dieter Hecking war als Spieler und Trainer für die 96er aktiv. Auf Punkte für die Europapokalteilnahme lauern Klubs aus den Samstagsspielen Hoffenheim vs. Dortmund, Bremen vs. Frankfurt - mit Ex-Werdercoach Thomas Schaaf - und Augsburg gegen Köln.
Das Fernduell um Platz drei zwischen Gladbach und Leverkusen beginnt in der BayArena, wenn im Samstagsspätspiel Leverkusen auf den FC Bayern trifft. Für die Münchner ist die Bundesligasaison gelaufen: "Die Bundesliga ist vorbei. Wir haben sie schon gewonnen", erklärte Pep Guardiola, dass der Fokus nun verstärkt auf die Champions League gerichtet ist. Die Konsequenz: Schlüsselspieler könnten geschont werden. "Es ist für uns ein besonderes Spiel, und es würde gut zu unserer Saison passen, wenn wir die Bayern wenigstens einmal schlagen", hofft Bayer-Coach Roger Schmidt auf einen Dreier. Mönchengladbach sucht seine Chance tags darauf in Berlin. "Es ist schwierig, gegen sie zu spielen. Sie sind sehr gut organisiert und bekommen nur wenige Gegentore", beschreibt Lucien Favre die Herthaner. Deren Trainer Pal Dardai hatte einst unter Favres Leitung 55 Bundesligaspiele bestritten.
Im vorausgehenden Spiel zwischen Mainz und dem Hamburger SV sind es im wesentlichen nur die Gäste, die unter Zugzwang stehen. "Wir wollen nach Mainz fahren, um zu punkten", sagt Bruno Labbadia. "In dieser Saison wurden bereits 31 Spieler eingesetzt und selten zweimal die gleiche Elf aufgestellt", plädiert er für möglichst wenige Umstellungen, schließt jedoch Änderungen nicht grundsätzlich aus. Der FSV könnte mit einem Sieg den fast schon sicheren Klassenererhalt endgültig dingfest machen. "Wir haben in den letzten Spielen gezeigt, dass wir nicht viele Chancen für ein Tor brauchen", vertraut Martin Schmidt auf die Abschlussqualitäten seines Teams.
Das wundert mich nicht, dass der Franck das macht. Das ist so ein netter Kerl, das ist mir klar, dass er dem Jonny gratuliert.
— Freiburgs Trainer Christian Streich über eine Video-Botschaft für Jonathan Schmid von Ex-Bayernspieler Franck Ribéry (Monsieur Le Ribéry).