Der 3:1-Heimsieg über Kaiserslautern verschaffte Hoffenheim eine gute Basis, in der Relegation zu bestehen. Über den größeren Zeitraum hatten die Kraichgauer das Spiel im Griff. Allerdings mussten es sich die Lauterer auch selbst anrechnen, ein besseres Ergebnis verpasst zu haben.
Hohes Tempo, hoher Einsatz, guter Fußball: Das erste Relegationsspiel zwischen Hoffenheim und Kaiserslautern begann dynamisch. Die bissigen Lauterer holten die erste große Torchance heraus, als Hoffer halbrechts im Sechzehner auf das kurze Eck abzog, Casteels mit starker Parade aber rettete (5.). Hoffenheim antwortete mit einer Direktabnahme Salihovics, die das Ziel nicht allzu weit verfehlte (6.). Vom Bosnier ging dann in der 11. Spielminute jene Freistoßvorlage aus, die Firmino zur 1:0-Führung ins Gästetor lenkte. Lautern steckte den Rückstand unbeeindruckt weg und inszenierte ansehnliche Vorstöße in Richtung Kraichgauer Tor - bis eine zwingende Kombination der Gastgeber zum 2:0 führte: Volland schob die Kugel Beck in den Lauf, dessen Querpass Firmino am langen Pfosten erreichte. Problemlos markierte der Brasilianer seinen zweiten Treffer (29.). Dieses Tor zeigte Wirkung. Die TSG bekam Oberwasser, derweil Lautern nun weitaus häufiger der Musik hinterher lief. Eine Möglichkeit vor der Pause ergab sich noch für die Gäste, aber Hoffer rutschte ein Volleyschuss im Strafraum der Kraichgauer über den Spann (42.).
Die Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts gehörte den Pfälzern. Zwei gute Möglichkeiten hatten sie bereits ausgelassen, als Baumjohann den Ball in der 58. Minute im Fallen mit der Fußspitze noch Idrissou in den Lauf schieben konnte. Der Kameruner überlief Casteels und brachte den Ball zum verdienten 1:2-Anschluss über die Linie. Erst daraufhin zeigte sich Hoffenheim wieder zielstrebiger um einen weiteren eigenen Treffer bemüht. Ein unnötiger Ballverlust Torrejons spielte den Gastgebern in die Karten. Firmino gab die Kugel zum gerade eingewechselten Schipplock weiter, der auf 3:1 erhöhte (67.). Lauterns hoffnungsvolle Ansätze auf ein annehmbares Hinspielresultat waren damit gekappt. Man musste vielmehr aufpassen, die Hypothek für das Rückspiel nicht noch weiter ausufern zu lassen. Ein vierter Hoffenheimer Treffer lag in der 71. Minute buchstäblich in der Luft, aber Johnson konnte nach einer Flanke Vollands den Ball mit dem Kopf nicht kontrollieren. Hochkarätige Torchancen waren in der Schlussphase nicht mehr zu sehen. „Ich bin nicht mit allzu vielen Dingen zufrieden, nur mit dem Ergebnis. Wir haben kein sehr gutes Spiel gezeigt“, gab sich 1899-Coach Markus Gisdol anschließend kritisch. Franco Foda, sein Lauterer Pendant, ärgerte sich verständlicherweise besonders über den dritten Gegentreffer. „Auf jeden Fall ist am Montag noch einiges drin. Wir waren in der Lage, den Gegner unter Druck zu setzen“, setzte er auf das Rückspiel.
André Schulin
Es muss allen klar sein, dass wir jede Promille brauchen.
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