Dortmund ausgebremst, Bremen gewinnt Derby

von Günther Jakobsen17:42 Uhr | 21.09.2013

In Nürnberg musste Dortmund erstmals in dieser Bundesligasaison beim 1:1 Punkte abgeben, während Verfolger Leverkusen in Mainz einen 4:1-Erfolg präsentierte. Hannover und Wolfsburg drehten jeweils einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg um, wobei Augsburg und Hoffenheim die Leidtragenden waren. Das Nord-Derby in Hamburg entschied Werder Bremen für sich, womit der HSV nach dem 0:2 weiter in der Abstiegszone verharrt.

Nach der Schlappe in Neapel musste BVB-Coach Klopp auf einige Stammakteure verzichten, was sich am Ende beim 1. FC Nürnberg auch negativ bemerkbar machen sollte. Ein Freistoß von Schmelzer brachte den Tabellenführer zwar in Führung (37.), doch Nilssons Treffer führte die kampfstarken Gastgeber wieder heran, die sich den Punkt redlich verdienten, während sich Borussia Dortmund als nicht sonderlich einfallsreich präsentierte.

Derweil zeigte sich Bayer Leverkusen vom 2:4 in Manchester gut erholt und besiegte den 1. FSV Mainz 05 deutlich mit 4:1 in dessen Arena. Drei Tore, zweimal Kruse (19., 45.), der auch für das abgefälschte 2:0 von Lars Bender auflegte (38.), machten vor der Pause bereits reinen Tisch. Kießling köpfte noch zum 4:0 (59.) ein, ehe Bayer Ruhe gab und dem FSV das 1:4 durch Malli gönnte (82.). Ein souveräner Auftritt der Werkself.

Auch bei Hannover 96 bestätigte sich der FC Augsburg als unbequemer Gegner und ging durch einen Handelfmeter von Verhaegh (51.) nach insgesamt schwacher erster Hälfte in Front. Ein Fehler von FCA-Keeper Manninger verursachte den Ausgleich durch Sobiech (60.), ein weiteres Handspiel führte zum entscheidenden Elfer, den Huszti kurz vor Toresschluss sicher versenkte (89.).

Ähnlich die Dramaturgie zwischen dem VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim. Ein blöder Abwehrfehler leitete das 1:0 für die Gäste durch Modeste (15.) ein, doch Olic gelang noch kurz vor der Halbzeit der überfällige Ausgleich (44.). Der gewitzte VfL-Angreifer war es auch, dem das 2:1 glückte und der damit das Spiel endgültig drehte (48.). Danach vergab zuerst Wolfsburg mehrfach einen weiteren Ausbau der Führung, am Ende aber hätte 1899 fast noch den Ausgleich erzielt. Eine recht ansprechende Partie.

Nach dem Rauswurf von Trainer Fink brachte der Hamburger SV auch unter Interimscoach Cardoso wenig zustande und unterlag Werder Bremen im Nord-Derby zurecht mit 0:2. Beide Treffer für die etwas stärkeren Weser-Kicker erzielte Nils Petersen (32. sowie in der Nachspielzeit), der seine monatelange Torflaute damit beendete. Ansprechende Leistungen boten beide Teams allerdings nur in ganzen wenigen Phasen der 90 Spielminuten.



Der Dieter und ich, wir haben uns überlegt, dass wir von jetzt an nur noch Foul spielen, wenn es nötig ist.

— Jan Kocian zu den zwei roten Karten gegen ihn und Dieter Schlindwein