Als einziges verlustpunktfreies Team schnellte die Zweite des FC Bayern an die Spitze der Regionalliga Süd. Illertissen, schon mit fünf Punktspielen auf dem Konto, blieb in seinen beiden letzten Partien sieglos.
Das von Erik ten Hag gecoachte Team FC Bayern II legte einen beeindruckenden Saisonstart hin. Drei Mal trat man auswärts an, fuhr jeweils klare Siege ein und schnappte sich vorerst die Tabellenführung. Als jüngstes "Opfer" musste Aufsteiger Schalding-Heining herhalten. Das Passauer Team war mit dem 0:1-Pausenrückstand gut bedient, kam nach dem Seitenwechsel dann aber noch gründlich unter die Räder: 5:0 gewann der FCB II schließlich; Schöpf traf zweifach. Der FV Illertissen - mit fünf Spielen die bislang meist beschäftigte Regionalligatruppe - steckte zwei empfindliche Dämpfer ein. Der ersten Saisonniederlage, einem 0:2 beim TSV 1860 München II, folgte die enttäuschende 2:2-Punkteteilung beim SV Heimstetten. Holger Bachthalers Mannschaft konnte dank der Treffer von Kling (63.) und Lux (86.) den 0:2-Pausenrückstand gerade noch ausgleichen.
Fünf Mannschaften blieben nach dem vierten Spieltag noch ohne Sieg. Die U23 des FC Augsburg II (erst drei Spiele) könnte sich aufgrund des weniger ausgetragenen Spiels dieser unschönen Statistik noch entziehen; im Gastspiel beim FC Memmingen fing sich die von Dieter Märkle trainierte Auswahl jedoch in den ersten 20 Minuten eine zu hohe Hypothek ein, um dieses Match noch für sich zu entscheiden. Nach 18 Minuten lag man bereits 0:3 hinten, Löws Elfmetertreffer zum 1:3 (41.) blieb die einzige Ausbeute der engagierten Aufholjagd. Neues Tabellenschlusslicht wurde der TSV 1896 Rain am Lech. Fischer markierte zwar die 1:0-Pausenführung im Gastspiel beim TSV 1860 München II. Ott (54. und 90.) und Vatany (78.) bogen das Spiel jedoch noch um. "Wir mussten bei diesen Temperaturen durch die Hölle gehen, um am Ende einen dreckigen Sieg einzufahren", meinte "Löwen"-Coach Torsten Fröhling, der seine Schützlinge für die erste Halbzeit rügte: "Anstatt wie ausgemacht, von Beginn an Gas zu geben, laufen wir nur nebenher, stehen in der ein oder anderen Szene Spalier".
Das Problem des deutschen Fußballs ist der Mangel an Quantität der Qualität.
— Uli Stielike