Drei Spiele, drei Last-Minute-Tore

von Günther Jakobsen15:46 Uhr | 25.08.2014

Dortmund wurde kalt erwischt und musste sich Leverkusen schließlich mit 0:2 geschlagen geben. Paderborns Bundesliga-Einstand wäre fast perfekt gewesen; ein spätes Gegentor verhinderte den Dreier. Genauso dicht stand am Sonntag auch der VfB Stuttgart vor dem idealen Saisonstart - und fing sich ebenfalls noch ein Remis ein.

Jürgen Klopp schüttelte ungläubig den Kopf: Bevor ein Schwarzgelber im Spitzenspiel gegen Leverkusen überhaupt zum ersten Ballkontakt kam, lag der BVB bereits mit 0:1 hinten. Über Calhanoglu, Son und Boenisch war Rückkehrer Bellarabi knapp außerhalb des Sechzehners ans Leder gekommen, der Ginter versetzte und dann den schnellsten Bundesligatreffer der Geschichte markierte: Neun Sekunden nach dem Anstoß überschritt der Ball die Torlinie. Der Schwung der extrem frühen Führung war Wasser auf die Mühlen des Bayer-Spiels - bis zum Pausenpfiff waren die von Roger Schmidt gecoachten Gäste das klar bessere und dominante Team. Dortmund gelang es nach dem Seitenwechsel, das Spiel über weite Strecken zu bestimmen. Akute Torgefahr produzierten die Westfalen jedoch erst in der Schlussphase, ohne dabei Leno überwinden zu können. Als Bellarabi dann in der Nachspielzeit dem unaufmerksamen Durm das Leder abluchste und für Kießling auflegte, war die endgültige Entscheidung fällig. Leverkusens Goalgetter ließ sich die Chance nicht entgehen auf 2:0 zu erhöhen.

Für ein Achtungszeichen, das sogar noch eindrucksvoller hätte ausfallen können, sorgte der SC Paderborn, seines Zeichens der wohl krasseste Außenseiter der Erstligahistorie. Im Heimspiel gegen den FSV Mainz lag man nach Okazakis Abstaubertreffer mit 0:1 hinten (34.), egalisierte jedoch umgehend durch Kachunga, der einen Fehlpass von Geis dankend aufnahm und aus 17 Metern verwertete (38.). Im weiteren Spielverlauf verdiente sich der couragiert kämpfende Aufsteiger die 2:1-Führung, die Hünemeier mit einer abgefälschten Kopfballbogenlampe erzwang (87.). FSV-Keeper Karius hatte die Fingerspitzen zwar noch dran, konnte jedoch nicht retten. Gerettet wurde der Nachmittag für die Mainzer schließlich noch durch ein Foul Hünemeiers an Okazaki im Strafraum. Koo verwandelte den fälligen Elfer in der Nachspielzeit zur 2:2-Punkteteilung.
Mit einem Remis endete auch das zweite Sonntagsspiel. Die wechselhafte Partie zwischen Mönchengladbach und Stuttgart schien fast in einen Sieg der Schwaben zu münden, für die Maxim in der 51. Minute aus spitzem Winkel und kurzer Distanz zum 1:0 traf. Gentner hatte das Tor mit einem Lupfer auf den Rumänen vorbereitet. In der Schlussminute aber wurde Gladbachs Anrennen noch belohnt, als Kramer aus 15 Metern flach zum 1:1-Endstand ins linke Eck schoss. "Am Ende haben wir die Bälle nicht mehr klar rausgespielt und zu tief gestanden", bedauerte Armin Veh den späten Gegentreffer.



In der Pressekonferenz drehen sich von zehn Fragen an mich fast alle um Abramowitsch.

— Kai Havertz, FC Chelsea, in BILD am SONNTAG zur Frage, wie er die Situation um den Klub und Besitzer Roman Abramowitsch seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges wahrnimmt.