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Dreifachtorschützen Ronaldo und Peralta

von Günther Jakobsen19:02 Uhr | 21.11.2013

Frankreich zog den Kopf noch aus der Schlinge und sorgte damit letztlich dafür, dass alle Favoriten erfolgreich durch die Relegation kamen. Mexiko erteilte den "All Whites" auch auswärts eine Lehrstunde.

Das Wesentliche hatte sich im Hinspiel getan: Nach dem 5:0-Erfolg in Jordanien genügte Uruguay im Rückspiel ein torloses Remis vollauf, um definitiv als letzter Kandidat die WM-Endrunde zu erreichen. Gästekeeper Shatnawi sorgte mit guten Reaktionen dafür, dass sich das Team aus Vorderasien achtbar aus der Relegation verabschiedete. Neuseelands Chancenlosigkeit gegen Mexiko offenbarte sich auch im Rückspiel. "El Tri"-Stürmer Peralta, der beim 5:1 des Hinspiels ein Doppelpack geschnürt hatte, überbot sich selbst, in dem er mittels eines Hattricks (14./29./33.) den zweiten Sieg der Mexikaner über die "All Whites" im Westpac Stadium zu Wellington schon vor dem Seitenwechsel quasi sicherstellte. James (80.) und Fallon (83.) brachten Neuseeland kurzzeitig noch einem Teilerfolg nahe, doch Penas Treffer aus der 86. Minute zum 4:2-Endstand durchkreuzte die Hoffnung auf ein versöhnliches Unentschieden.

Frankreichs 3:0-Sieg über die Ukraine markierte eine Ausnahme im bisherigen Relegationsverlauf der UEFA, da Didier Deschamps´ Mannen als erstes Team einen 0:2-Hinspielrückstand noch umbogen. Die Osteuropäer - ab der 47. Minute in Unterzahl (Gelb-Rot für Kacheridi) - waren zu schwach, ihre gute Ausgangslage zu nutzen. Frankreich kam durch Sakho zur verdienten 1:0-Führung (22.), die eigentlich hätte schon in der 30. Minute erhöht sein müssen. Benzemas Treffer wurde jedoch fälschlich wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben. Vier Minuten später erzielte der Madrider Stürmer dann doch das 2:0 - was indes tatsächlich aus abseits geschah. Schiedsrichter Skominas zweite Fehlentscheidung hob im Resultat die erste auf. Sakhos zweites Tor (72.) machte dann Frankreichs WM-Teilnahme perfekt. Eine perfekte Vorstellung von Ronaldo brachte Portugal im Gastspiel bei den Schweden in die Endrunde. Die mitreißende zweite Hälfte begann mit dem 1:0 der Portugiesen - durch Ronaldo (50.). Schwedens Gallionsfigur Ibrahimovic brachte danach mit seinem Doppelpack (68./72.) nochmals mächtig Stimmung auf die Ränge, bevor Ronaldos Treffsicherheit sich in zwei weiteren Gästetoren (77./79.) entlud und Portugal zum klaren Gewinner kürte. Griechenland machte sich das Leben durch ein Eigentor von Torosidis noch unnötig schwer (55.), nachdem Mitroglou die 1:0-Führung der Hellenen in Rumänien markiert hatte (23.). Den Rumänen fehlte dann jedoch die Qualität nachzulegen, um den 1:3-Nachteil des Hinspiels wettzumachen. Es blieb beim 1:1. Auch Island, mit dem torlosen Remis des Hinspiels eigentlich gut gestartet, war im zweiten Kräftemessen mit Kroatien fußballerisch zu limitiert, um sich für die WM zu qualifizieren. Selbst in Unterzahl - Mandzukic musste wegen Tretens in der 38. Minute vom Feld (Rote Karte) - holten die Kroaten die besseren Torchancen heraus und hätten noch höher als 2:0 gewinnen können. Rot-Sünder Mandzukic hatte in der 27. Minute für die 1:0-Führung der Gastgeber gesorgt, die Srna auf 2:0 ausbaute (47.).



Das war unser bestes Spiel seit Bestehen der Bundesliga.

— Eintracht Braunschweigs Trainer Helmuth Johannsen nach einem 3:1 gegen Borussia Dortmund im Oktober 1966.